Kategorie: Landwirtschaft und Umwelt

Hähnchenmast in Groß Haslow darf vorerst nicht weitergebaut werden

Verwaltungsgericht Potsdam gibt dem NABU Recht

Das Verwaltungsgericht Potsdam hat in einem Eilbeschluss vom 4.7.2014 dem Antrag des NABU Brandenburg auf vorläufige Untersagung der Bauarbeiten an der Hähnchenmastanlage Groß Haßlow stattgegeben. Das VG Potsdam äußert Zweifel daran, dass die ursprüngliche Genehmigung für die Hähnchenmastanlage mit 380.000 Tierplätzen in Groß Haßlow noch Bestand hat, da die Geltungsdauer der Genehmigung abgelaufen ist und die Verlängerung der Genehmigung vom NABU angegriffen worden ist.

Die Behörde, das Landesamt für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz Brandenburg, sowie der Hähnchenmäster können gegen den Beschluss des VG Potsdam Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg einlegen. Die Entscheidung des VG Potsdam ist also nicht abschließend.

Der NABU war in diesem Verfahren tatkräftig von der Bürgerinitiative „Wittstock Contra Industriehuhn“ unterstützt worden. Die Bürgerinitiative hatte sich inhaltlich intensiv in das Verfahren eingearbeitet und es entsprechend begleitet und finanziert. NABU-Landesvorsitzender Friedhelm Schmitz-Jersch: „Herzlichen Glückwunsch an die Mitstreiter der Bürgerinitiative. Ohne deren großes Engagement wäre dieser vorläufige Erfolg nicht möglich gewesen.“