Bildungsarbeit

„Raketen zwischen Peenemünde und der Prignitz“ – Vortrag zu Hintergründen der Pritzwalker Bahnhofsexplosion 1945


Am 15. April 1945 explodierte auf dem Pritzwalker Bahnhof ein abgestellter Munitionszug und zerstörte das gesamte Viertel. Der Zug war mit den von der nationalsozialistischen Propaganda als „Wunderwaffe“ dargestellten V2-Raketen beladen und kurz vor Ende des Krieges noch in der Prignitz unterwegs. Mehr als 200 Menschen überlebten die Katastrophe nicht. Der Historiker Thomas Köhler vom Historisch-Technischen Museum Peenemünde gibt am Mittwoch, 2. November, ab 18 Uhr erstmals in Pritzwalk Einblicke in die historischen Hintergründe des schicksalhaften Transportes.

Die weltweit erste ballistische Fernrakete – die so genannte Vergeltungswaffe V2 – sollte als Wunderwaffe den Ausgang des Zweiten Weltkriegs zugunsten des Deutschen Reichs entscheiden. Unter der Bezeichnung „Aggregat 4“ (A4) wurde sie in Peenemünde entwickelt und getestet. Der kleine Ort auf der Insel Usedom wuchs zwischen 1936 bis 1945 zum größten militärischen Forschungszentrum Europas heran.

Als Lagerstätte für die in Peenemünde geplante Serienproduktion der A4-Rakete wurde unter anderem die Heeres-Munitionsanstalt Slate bei Parchim auserkoren. Von und zu den Lagerstätten gelangten die Raketen auf gesicherten Transportzügen über das Gleisnetz der Deutschen Reichsbahn. Der Vortrag erläutert die Hintergründe dieser Ereignisse und versucht Antworten zur Explosion des Munitionszugs im Pritzwalker Bahnhof am 15. April 1945 zu finden.

Der Eintritt zum Vortragsabend kosten 7 bzw. 5 Euro. Informationen gibt das Museumsteam unter Telefon 03395/76 08-11 20 oder auf der Homepage des Museum www.museum-pritzwalk.de.

Lars Schladitz / Museumsfabrik Pritzwalk


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