Jugend

Da war mehr drin! FHV spielt Unentschieden gegen Lok Potsdam


Am Ende konnte der Pritzwalker FHV noch froh sein, daß die Landesklasse-Partie gegen Lok Potsdam auf eigenem Platz noch Unentschieden ausging. Eigentlich galten die Gastgeber nach dem Auswärtssieg in Falkensee als Favorit. Drei Punkte wären gut fürs Selbstbewusstsein gewesen. Leider kam es anders.

Die FHV-Männer starteten gut, zeigten einige sehr ansehnliche Spielzüge und kamen auch zu ersten Chancen. Nach 13 Minuten schloß Andy Wolgast gekonnt einen Konter über die rechte Angriffsseite ab. Er schoss den Ball zwischen herausstürm3ndem Torwart und dem kurzen Pfosten ein. Das fing gut an! Nun aber rappelten sich die Potsdamer auf und kamen teilweise richtig gut ins Spiel. Auch sie hatten jetzt ordentliche Chancen. Ihnen fehlte genauso wie Pritzwalk allerdings das letztendlich notwendige Quäntchen Glück. Kurz vor der Pause drang Jan Essmann dynamisch von links in den Gästestrafraum ein. Der Potsdamer Keeper warf sich ihm entgegen und „begrub“ ihn fast unter sich. Elfmeter! Der Gästetorwart war stinksauer über diese Entscheidung und stritt sich mit Schiedsrichter und Linienrichter heftig herum. Ergebnis war eine gelbe Karte für ihn.

Zum Strafstoß trat der gefoult Essmann selber an. Ein knallharter Schuss ins untere Eck schraubte das Ergebnis auf 2:0 für den FHV. Ein ordentliches Halbzeitsergebnis, wenn auch etwas glücklich zustande gekommen.

Nach dem Wechsel dann wieder das altbekannte Problem der Heimmannschaft: In den unterschiedlichen Hälften schafft man es nicht einen guten Lauf halbwegs durchzuhalten. Jetzt verzettelten sich die Pritzwalker öfter, Zweikämpfe gingen verloren und mancher Pass landete im Nirgendwo. Lok hatte einige richtig gute Chancen.

Nach 52 Minuten krachte es erstmalig im Pritzwalker Tor. Vorausgegangen waren drei individuelle Fehler nacheinander. Oliver Tobias traf zum Anschlusstor. In der 61. Minute wechselte der Potsdamer Coach drei Spieler gleichzeitig. Sein Team wurde nun noch munterer und oft auch gefährlicher. Minute 67 sah dann einen Lok-Stürmer in den Strafraum einbrechen. Ein FHV- Verteidiger hielt ihn fest und nun folgte berechtigt der Strafstosspfiff auf der anderen Seite. Der erste Zorschütze der Potsdamer Oliver Tobisa trat an. Den strammen Schuss auf die rechte untere Ecke konnte Pritzwalks wieder gut aufgelegte Torhüter Hannes Gießel sensationell ablenken, doch das Leder flog gegen den Innenpfosten und von da ins Netz. Mist! Pech gehabt! So stand es 2:2.

Für die Gäste war das natürlich ein Ansporn. Sie versuchten alles, um noch zum Sieg zu kommen. Einige gute Gelegenheiten konnten sie nicht nutzen. Gießel hielt erneut einige Bälle hervorragend Am Ende konnten die Platzherren und die 61 Zuschauer eigentlich zufrieden sein, daß an diesem Tage nicht Schlimmeres geschah. Einige Leistungsträger erreichten diesmal kaum an das Niveau ihres Möglichkeiten heran. Dieses Team kann mehr!

Positiv zu bemerken ist, daß der neue FHV-Trainer Marco Urner mehrfach deutlich am Spielfeldrand hörte, wenns nicht so toll lief. Etwas was man Pritzwalker Fussball-Fan lange nicht erlebte.

Der FHV steht nun auf Rang 9 der noch nicht sehr aussagekräftigen Tabelle. Der kommende Spieltag führt Pritzwalk zur gut in die Saison gestarteten SG Bornim.

Der FHV spielte in folgender Aufstellung:

Hannes Gießel; Marcus Niemann (Raymon Tsegay), Lennard Kopp (Jakob Garlin), Norman Will, Moritz Lucht, Martin Rohde, Hannes Dura, Andy Wolgast, Nico Trenner, Tony Schulz, Jan Essmann.

Einheit Perleberg holte mit einem 1:0 bei Union Neuruppin drei Punkte. Der bisherige Sitzenreiter FK Hansa Wittstock verlor beim neuen Ersten Blau-Gelb Falkensee mit 2:3.

HW / Fotos: PSZ


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