Jugend

Prignitzderby: Ein Spiel mit zwei Seiten


Am vergangenen Samstag trafen sich der Gastgeber Wacker Meyenburg und der Pritzwalker FHV zum letzten Testspiel, bevor der FHV am kommenden Wochenende mit dem Punktspiel bei Einheit Perleberg in der Landesklasse in die neue Saison startet. Vor einer für solch ein Regionalderby erstaunlich geringen Kulisse (offiziell 46 Zuschauer) begann der in Bestbesetzung antretende Gast aus der Dömnitzstadt fulminant. Mit guten und schnellen Spielzügen trieben sie den Ball nach vorn und ließen dem MSV kaum eine Entfaltungsmöglichkeit. Angriff auf Angriff rollte auf das gegnerische Tor. Schon nach 6 Minuten wurde ein Pritzwalker im Strafraum zu Fall gebracht. Klare Entscheidung: Strafstoß. Jan Essmann übernahm die Verantwortung und verwandelte sicher.

Der FHV machte genauso spielfreudig und effizient weiter. Schon in der ersten Viertelstunde erhöhte wieder Essmann auf 2:0. Viele weitere Chancen konnte man nicht nutzen. Meyenburg kam nur selten aus der Defensive, wenn dann vor allem über ihren jungen, flinken und spielstarken Flügelmann Kenzler, der lange in Pritzwalk gespielt hatte.

Nach der Pause zeigte der FHV allerdings seine andere Seite. Irgendwie klappte nichts mehr so richtig. Die Pässe kamen nicht an, unnötig verzettelte man sich in Zweikämpfe. Aus der zweiten Reihe gab es kaum Abschlussversuche. Eine entscheidende Rolle spielte auch das neu erwachte Selbstbewusstsein der Meyenburger. Sie agierten jetzt druckvoll. Kämpften um ihre Chance. Nun beherrschten sie die Partie. Pritzwalk hatte in einigen Aktionen viel Glück, daßes nicht schlimmer kam. Nach 60 Minuten klingelte es allerdings doch im Gästetor. Kevin Berlin vollendete.

Sieben Minuten später erzielte Wacker dann den Ausgleich. Max Berger war der Torschütze. Was der FHV in dieser Phase zusammenspielte war das komplette Gegenteil zur ersten Halbzeit. Da bleibt bis zum Punktspielstart in einer Woche noch jede Menge Abstimmungsarbeit für Trainer Hinz. Der raufte sich während des zweiten Durchgangs beim Anblick des Spiels seiner Männer mehrfach die Haare. Kurz vor dem Ende trafen die Pritzwalker dann doch noch zum 3:2-Siegtreffer. Ein Ball von Nico Trenner traf unter „Mithilfe“ eines Meyenburgers irgendwie das Tor.

Ein Unentschieden wäre sicher verdient gewesen. Mit der Leistung aus Durchgang Zwei wird Wacker sicher in der Kreisoberliga wieder ganz oben mitspielen. Wenn es dem FHV gelingt die Dynamik und Zielstrebigkeit der ersten Halbzeit wieder durchgehend auf den Platz zu bringen, kann die Landesklassen-Saison kommen. Wenn nicht, wirds erneut sehr schwierig. Das Potenzial für eine gute Rolle in der Landesklasse-Staffel West steckt in jedem Fall im Team.

HW / Fotos: PSZ


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