Frauen

Was hatte es mit diesen Gläsern auf sich?


Ein Sadenbecker ging auf die Suche – Die Stadtzeitung fand die Lösung

Vor einiger Zeit kam ein Mann aus Sadenbeck zu uns ins Büro. Er kannte unsere historischen Artikel und die Bildbände mit alten Stadtaufnahmen, die unser Chefredakteur herausgebracht hatte. Aus seiner Tasche holte er mehrere leere Weckgläser. Er hat es sich zum Hobby gemacht, verschiedene Gläser zu sammeln. Und da war ihm etwas ganz besonderes in die Hände gekommen: Gläser mit der Aufschrift „Richard Schwan – Pritzwalk“. Offensichtlich hatten sie als Aufbewahrungs– oder Weckgläser gedient.

Trotz intensiver Nachfrage über längere Zeit fand er keine Hinweise auf die Herkunft. Niemand konnte ihm sagen wo diese Firma „Richard Schwan“ ansässig gewesen war. Heute gibt es keine Hinweise mehr darauf. Selbst im Museum konnte man ihm nicht helfen.

Auch wir waren zuerst ahnungslos. Unterschiedliche ältere Bürger, die sich mit dem alten Pritzwalk und seinen historischen Geschäften auskannten und die von uns befragt wurden, wussten auch nicht weiter.

Ergänzung: Dank der heutigen Zusendung unseres Lesers Wolfgang Lemcke haben wir diese Bilder aus den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts erhalten. Rechts ist das Geschäft von Richard Schwan zu erkennen.
Vielen Dank für diese tolle Zusendung!
Waldemar Sparr war der Vorbesitzer des Ladengeschäfts in der damaligen Marktstraße 56,
in dem später, etwa zwischen 1925 und 1945 Richard Schwan seine Geschäfte betrieb..

Doch dann trafen wir auf Manfred Rauch sowie seine Frau Rosemarie. Und gerade letztere konnte uns helfen. Sie erinnerte sich, das es ein solches Geschäft früher in der Marktstraße gegeben hatte. „Richard Schwan, ja so hieß das!“

Der Laden bestand wohl in den 20er und 30er Jahren des letzten Jahrhunderts dort, wo später in DDR-Zeiten die Fahrradhandlung Jacobi ansässig war. Heute klafft an dem Platz, gleich neben der Volksbank, eine Lücke, die als Parkplatz für eine Sicherheitsfirma genutzt wird.

Die Firma Schwan stellte diese Gläser wohl selbst her. Sie dienten zur Aufbewahrung verschiedenster Waren.

Es wäre schön, wenn in unserer Stadt, ähnlich wie in Perleberg, ein historischer Stadtplan angelegt würde, der möglichst viele alte Ladengeschäfte, vielleicht sogar mit Datierungen, erstellt werden würde, solange das Wissen der älteren Generation noch verfügbar ist. Allzu viel von diesem zur Stadtgeschichte unbedingt dazu gehörende Wissen ist schon verloren. Leider!

Vielen Dank an den fleißigen Sammler und Frau Rosemarie Rauch sowie ihren Gatten!

Hartmut Winkelmann / Fotos: PSZ


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