Jugend

Die Erfolgsserie geht weiter – FHV siegt verdient in Golm


Nein, es ist kein Traum – es ist die wunderschöne Fussball-Realität! Die Männer des Pritzwalker FHV bleiben auch im achten Landesklasse-Spiel in Folge ungeschlagen. Diesmal folgte ein durchweg verdienter 2:0-Auswärtssieg bei Grün-Weiss Golm.

Irgendwann musste die sensationelle Erfolgsserie der Nordwestbrandenburger doch mal eine Delle bekommen! Aber nicht an diesem Tag! Die Partie war von Anfang bis Ende umkämpft. Pritzwalk setzte sein Erfolgsrezept der letzten Spiele fort – man versuchte von Anfang an bei sicherer Abwehr konsequent anzugreifen. Um ein Haar wäre dem FHV wieder eine schnelle Führung gelungen.

Nach zehn Minuten aber ein Schock: Kapitän Hannes Dura fasste sich nach einem Zweikampf mit schmerzverzerrtem Gesicht an den Oberschenkel. Es ging für ihn nich mehr weiter. Steven Otte musste ihn schon früh ersetzen. Die Pritzwalker kämpften unvermindert weiter. Golm kam mit seinen grossen und schnellen Spielern einfach nicht durch. Auch der FHV kam zu keinen zwingenden Chancen. Nach 38 Minuten standen zwei Pritzwalker fünf Golmer Abwehrspielern gegenüber. Steven Otte nutzte den perfekten Moment und passte zu Jan Essmann. Der traf aus etwa 18 Metern den Ball optimal. Das Leder schlug unhaltbar im Tor der Heimmannschaft ein! Eine tolle Aktion!

Mit zwölf mitgereisten Fans stellten die Dömnitzstädter erneut die Mehrheit der Zuschauer auf Gegners Platz. Zu hören waren sie jederzeit. Besonders laut machten vier FHV-Anhänger Stimmung, darunter natürlich auch der mitgereiste Stadtzeitungsreporter. Mit Spielbeginn ertönten die Pritzwalker Fangesänge und Fanfaren. Sie blieben bis zum Abpfiff laut vernehmbar. Einer der Golmer fragte: „Wie können denn vier Leute von euch mehr Krach machen als alle Einheimischen zusammen?“ Ein anderer meinte „Können wir euch mal für unser nächstes Spiel ausborgen?“ Insgesamt herrschte eine sehr freundliche Atmosphäre. Auch auf dem Platz hielt sich die Härte in Grenzen.

1:0 hieß es zur Pause. Nach dem Wechsel gab es eine Phase, in der der Tabellenvierte stärker die Zügel in die Hände nahm. Jetzt rollten mehr Angriffe auf das Gäste-Tor. Nun kam es auch zu deutlicheren Möglichkeiten für Grün-Weiss, aber immer war letztendlich ein Pritzwalker Bein dazwischen. Abwehrmann Moritz Lucht tat sich dabei besonders hervor. Mehrfach reagierte auch der blutjunge Keeper der Pritzwalker glänzend. Einen Schuss aus fünf Metern Entfernung parierte Hannes Gießel brilliant und hielt dabei den Ball fest. Eine andere Chance entschärfte er im Hechtsprung und lenkte das Streitobjekt gekonnt über das Tor. Abwehr und Torwart waren auch in diesem Spiel eine sichere Stütze.

In der 74. Minute kam der quirlige Raymund Tsegay für Nico Trenner in die Partie. Er wuselte sofort im Angriff herum und band so immer 2-3 Golmer. Schon vier Minuten später krönte er seinen heutigen Einsatz, indem er einen Pass vor dem gegnerischen Strafraum annahm, sich drehte und nach kurzem Sprint seines Gegenspielers stehen ließ. Er stand allein vor dem Golmer Torhüter. Der folgende Schlenzer schlug halbhoch im Tor ein. Tsegay hatte damit sein erstes Landesklasse-Tor erzielt. Riesenjubel auf dem Platz und den Rängen war die Folge. Eine echt tolle Stimmung.

Jetzt ging es darum das Ergebnis zu halten. Den Platzherren fehlten nun aber die Kraft und die Ideen das Spiel nochmal zu kippen. Mit dem letzten Pfiff stimmten wir FHV-Fans unser kraftvolles „Auswärtssieg! Auswärtssieg!“ an. Die Mannschaft bildete ihren schon zur schönen Tradition gewordenen Kreis und feierten sich damit berechtigterweise selbst.

Der Pritzwalker FHV bleibt Zwölften in der Landesklasse West, konnte aber sein Polster zu den Abstiegsplätz3n deutlich verbessern.

Das war ein grossartiges Fussball-Erlebnis! Wir bedanken uns auch bei den gastfreundlichen Golmern. Nur ein Tipp: Beschafft euch ein trinkbareres Bier!

Pritzwalks Trainer Markus Hinz gab direkt nach Spielende der PRITZWALKER STADTZEITUNG ein Interview. Sein Job macht ihm jetzt sichtlichen Spaß – das spürte man.

Hartmut Winkelmann / Fotos & Video: PSZ

FHV-Coach Markus Hinz im Interview:


Der nun schon traditionelle Tanz der Sieger:


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