Demokratie

Landratswahl am Sonntag – Wahlrecht nutzen!

An diesem Sonntag ist es soweit: Die Prignitzerinnen und Prignitzer sind aufgerufen einen neuen Landrat zu wählen. Es kandidieren fünf Männer.

Favorit ist sicherlich der gemeinsame Kandidat von SPD, CDU und Linken Christian Müller aus Meyenburg. Er übt seit etlichen Jahren das Amt des 1. Beigeordneten des amtierenden Landrats Torsten Uhe aus, der aus gesundheitlichen Gründen nicht wieder antritt. Verwaltungserfahrung hat Christian Müller also sicher zu bieten. Er verantwortete in der Verwaltung u.a. den Bereich Finanzen.

Die Grünen gehen mit Clemens Wehr ins Rennen. Wehr ist Ex-Hamburger und lebt seit 2006 in der Prignitz. Er ist Diplomkommunikationsdesigner, hat in der Werbebranche gearbeitet und ist zur Zeit Geschäftsführer des Kreisverbandes Prignitz von Bündnis90/Die Grünen sowie Büroleiter der grünen Landtagsabgeordneten Petra Budke. Kommunalpolitische Erfahrung sammelt er seit 2019 als Gemeindevertreter in Plattenburg.

Jean-Rene Adam kandidiert für die AfD. Er ist Mitglied des Kreistages und der Gemeindevertretung in Karstädt. Er präsentiert sich als Gegenpol zum „gemeinsamen Kandidaten der Altparteien“ und als „echte Alternative“. Wer ihn in seiner Arbeit im Kreistag erlebt hat, der kann bestätigen, dass sich Jean-Rene Adam engagiert und sachlich um die Lösung regionaler Probleme bemüht.

Als Einzelbewerber tritt Maik Tesch an. er ist Rettungssanitäter und stammt aus Perleberg. In der Endphase des Wahlkampfes befand sich Tesch in Corona-Quarantäne und konnte deshalb an einigen Veranstaltungen nicht teilnehmen. Bei der Landtagswahl 2019 trat er für die Freien Wähler als Kandidat auf. Sein Ziel ist es „Kräftigen frischen Wind in die Verwaltung bringen“. Interviews mit anderen Medien lehnte er ab. Die PRITZWALKER STADTZEITUNG bekam nicht einmal seine Pressemitteilung. Nun gut.

Ein weiterer Einzelbewerbern ist Mario Schulz. Hinter ihm steht allerdings die eindeutig rechtsextreme Gruppe „III. Weg“. Seit langer Zeit ist Schulz in diversen rechten Bewegungen aktiv gewesen. Er tritt für eine regionale Fokussierung der Produktion ein, ohne realistische Wege dorthin zu nennen.

Gewählt ist der Kandidat, der im ersten Wahlgang über 50% der abgegebenen Stimmen auf sich vereint. Dabei müssen dies mindestens 15% aller Wahlberechtigten sein.

Schafft das keiner der Bewerber, kommt es zu einer Stichwahl der beiden besten Kandidaten aus dem ersten Wahlgang. Erreicht dann der Gewinner der Stichwahl wieder nicht die Zahl von 15% der Stimmen aller Wahlberechtigten, geht die Wahl auf den Kreistag über. In diesem Fall bedarf es einer neuen Ausschreibung, da der zukünftige Landrat in ein zeitweises Beamtenverhältnis wechselt. Neue Kandidatinnen oder Kandidaten können sich damit bewerben. Aus allen verbleibenden Bewerbern bestimmt dann der Kreistag den neuen Amtsinhaber.

Fest steht eines: Wer Mitbestimmung und umgesetzte Bürgerinteressen wirklich will, der muss am Sonntag zur Wahl gehen! Hinterher über das Ergebnis meckern braucht man ansonsten nicht.

Die Ergebnisse können Sie nach Schließung der Wahllokale hier einsehen >>

Hartmut Winkelmann / Fotos: Privat


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