Coronavirus

Hunderte bei friedlicher Demo gegen die Corona-Politik in Pritzwalk

Am Montagabend folgten viele Pritzwalkerinnen und Pritzwalker dem Aufruf der „Bürgerstimme für Pritzwalk (BSP)“ zu einer Protestkundgebung gegen die Corona-Politik der Regierenden. Auch wenn es nicht 400 Teilnehmer waren, wie der Veranstalter euphorisch verkündete, 250 waren es sicher. Das ist für eine Kleinstadt eine stattliche Zahl. Sie trafen sich auf dem Marktplatz, wo mehrere Redner zu den Demonstranten sprachen. Alles verlief friedlich und entspannt. Die Polizei zeigte sich mit einem eher symbolischen Kontingent.

Thomas Schlaffke rief zur Einhaltung der mit den Sicherheitskräften vereinbarten Veranstaltungsbedingungen, wie der Maskenpflicht. Ein großer Teil hielt sich auch daran. Landwirt Mario Ortlieb sprach einige durchaus nachvollziehbare Probleme mit den coronabedingten Einschränkungen an. Er war mit seiner Familie über den Großteil der Feiertage selbst von dem Virus betroffen. Ortlieb berichtete vom Krankheitsverlauf, der keinesfalls so schlimm verlief, wie so oft in den großen Medien berichtet. Er sprach vor allem auf die negativen Folgen der Beschränkungen für die Kinder. „Es ist kein Sinn hinter all dem zu erkennen. Wohin soll das führen und wann ist endlich ein Ende in Sicht?“ Dafür erhielt er vom Publikum viel Beifall.

Mario Ortlieb schnitt dann ein Thema an, bei dem sich viele von denen, die keine Coronagegner sind, sicher seiner Meinung anschließen würden: Das die Gesundheit keine Ware mehr sein dürfe. Tausende abgeschaffte Intensivbetten im letzten Jahr, keine wirklich verbesserte Arbeitsbedingungen für das Pflegepersonal – und das alles soll der Markt regeln? Das dies überhaupt nicht funktioniert sehen alle ja seit mindestens zwei Jahren!

Etwas daneben lag Ortlieb mit seiner Kritik daran, das keine Stadtvertreter oder -abgeordneten den Mut hätten auf der Veranstaltung Stellung zu beziehen. Keine einzige Corona-Entscheidung wird in der Stadt beschlossen. Dafür sind allein Bund und Länder zuständig. Insgesamt war die Rede des Sarnower Landwirts aber durchaus vernünftig.

Es gab noch zwei kurze Wortmeldungen aus der Menge, in der es einerseits um „Nanoteilchen“ in Impfstoffen und Teststäbchen ging. Ein Redner meinte egal woher die Demo-Teilnehmer kämen, ob von links oder rechts, sei egal. Nun ja.

Die Demonstranten brachen dann zu einem „Spaziergang“ durch die Stadt auf, der u.a. über Pritzwalk-Nord und wieder zurück führte. Lautstark wurden einige Forderungen skandiert. Alles blieb ruhig und friedlich.

HW / Fotos: PSZ

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