Familie

30 Jahre Regionalförderverein – seit 2005 86,8 Mio. für die Region beschafft

In der letzten Kreistagssitzung in Wittenberge stand endlich einmal ein Bericht des Regionalfördervereins Prignitzland e.V. an. Anlass war der 30. „Geburtstag“ des Vereins. Anja Kramer, Bürgermeisterin von Plattenburg und zur Zeit Vereinsvorsitzende, berichtete über interessante Wegmarken der hiesigen Geschichte der Regionalförderung. Eine Zahl lies die Kreistagsabgeordneten dann doch aufhorchen: Der Verein hat bislang für unterschiedlichste Projekte allein seit 2005 etwa 86,8 Millionen Euro an Fördergeldern in die Region geholt! Eine stolze Summe mit der enorm viel bewegt werden konnte!

Der Regionalförderverein ist eine notwendige nichtstaatliche Struktur, die es erst möglich macht, derartige Gelder aus Europa, Bund und Land zur Umsetzung wichtiger privater oder kommunaler Vorhaben zu organisieren. Bekannt sind viele dieser Fördermöglichkeiten unter dem Namen LEADER. Erfolgreiche Ideen kamen u.a. aus den Bereichen Erhalt dörflicher Strukturen, Tourismus, Landwirtschaft, aber auch kommunalen Bauten (Beispiele hier >>). Die Mitarbeiter des Vereins haben allen Projektträgern bei der Erstellung entsprechender Unterlagen und Anträge wichtige Hilfestellung gegeben und auch bei der Abrechnung geholfen.

Jedes Projekt wird anhand einer Matrix überprüft, ob es förderfähig ist und welchen Nutzen es für die Prignitz allgemein hat. Private Vorhaben können mit bis zu 45% aus öffentlichen Mitteln unterstützt werden. Bei gemeinnützigen Vereinen sind es 75%, Kommunen erhalten mindestens genauso viel. Angesiedelt können die Projekte in der gesamten Region, mit Ausnahme der Stadtkerne von Wittenberge und Perleberg, da hier die Einwohnerzahl über 10.000 liegt und man nur Initiativen im ländlichen Raum fördern kann.

Der Regionalförderverein ist eine oft außerhalb des Rampenlichts wirkende Institution. Er hat aber allerhöchste Bedeutung für die Beschaffung von Fördermitteln für die Prignitz. Die kurze Vorstellung im Kreistag sollte manchem in Parlament und Verwaltung die Augen öffnen über die Wichtigkeit des Vereins!

Zukünftig kann die Regionalförderung an weiteren kleinteiligen Fördervorhaben teilhaben. Dafür ist allerdings eine stetige und wohl auch erhöhte Unterstützung durch den Landkreis in Form von Personalkostenzuschüssen für das Regionalmanagement notwendig. Im Kreistag sind zahlreiche Abgeordnete aus dem ländlichen Raum vertreten. Sie sollten den Nutzen dieser Strukturen verstehen und sich auch zukünftig für den Regionalförderverein stark machen.

Hartmut Winkelmann*

  • Der Autor war vor einigen Jahren selbst Vorsitzender des Regionalfördervereins.

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