Frauen

Unser neues Teammitglied: „Was mich antreibt – oder Nachfragen, die Arbeit machen“

Karolin Schultheiß. Foto: Privat

Karolin Schultheiß aus Pritzwalk ist ab sofort eine neue freie Autorin für die Print- und Online-Ausgaben der PRITZWALKER STADTZEITUNG. Wir begrüßen das neues Teammitglied ganz herzlich, freuen uns auf eine tolle Zusammenarbeit und geben ihr doch gleich mal das Wort:

Nun hatte ich heute einen Termin bei der PSZ, da ich mich gerne beim regionalen Infoblatt einbringen möchte. Guter Gedanke, oder!? Zuhause berichtete ich freudig von dem angenehmen und humorvollen Gespräch. Die Freude wurde durch ein: „Und warum willst du da mitmachen?“, unterbrochen. „Aber Schaaatz, du sagst doch immer, dass ich so gut schreiben kann?“ Baam! Gegenfrage! Zitat! Totschlagargument! Dachte ich …

„Ja, das kannst du auch.“ Und in seinen Augen lag noch die Frage, was denn aus seiner Korrespondenz wird. Bevor jedoch der Gedanke ausgesprochen wurde, musste unbedingt der Rasenmäher seinen Dienst tun. Das Zeichen verstand ich sofort und ging mit Miky, der Fellnase, unsere Hunderunde.
Wie so oft begegneten wir niemandem. So konnten meine Gedanken um diese überflüssige Frage schweifen.
„Warum will ich das?“ Überzeugung in meine immensen Fähigkeiten? Auf keinen Fall! Der Wunsch Teil von etwas wichtigem zu sein? Zu pathetisch! Warum lese ich die PSZ? Regionale Verbundenheit? Interesse oder Voyeurismus?
Vielleicht alles ein wenig?

Ich bin froh und auch stolz aus der Prignitz zu kommen. Ich freue mich, dass es engagierte Menschen gibt, die einem auch die kleinen Dinge nahe bringen. Infos aus Hamburg, Frankfurt, vielleicht auch mal vom Amtsgericht Neuruppin sind ja da, aber mich interessiert auch die Nachbarschaft. Gerdshagen, Pritzwalk, Falkenhagen, Buchholz… Ich finde es schön, zu wissen, was HIER passiert. Das ist für mich auch eine Form von Heimatgefühl.

Es ist schön, wie die Stadtmitarbeiter die Grünstreifen pflegen, es nervt mich, immer mehr Windkraftanlagen hier zu sehen. Ich liebe es, den ein oder anderen auf dem Weg zur Arbeit jeden Morgen zu grüßen, obwohl wir uns nicht kennen, aber man sieht sich jeden Tag. Ich fluche über Leute, die Müll und Hundehaufen liegen lassen und ich finde es wichtig, darüber zu reden, zu lesen und sich auszutauschen. Das ist unser Alltag, der ebenso wichtig ist, wie die Börsenkurse – zumindest für mich.

Also versuche ich einfach, mich zu beteiligen. Miky guckt mich bei diesem Gedanken lächelnd an. Okay, vielleicht hat er nach einer Stunde Gassi auch nur Durst. Für mich sieht es aber wie ein Lächeln aus und das reicht heute zumindest für meine Argumentationskette.

Also einfach ausprobieren und ab nach Hause zur Raubtierfütterung!

Karolin Schultheiß

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