Innenstadtbelebung

Radwege, Salatköpfe und Coronahilfen

Um 21.35 Uhr war Schluß. Dreieinhalb Stunden Stadtverordnetenversammlung wurden am Mittwochabend in Pritzwalks Quandt-Sporthalle absolviert. Wie immer: Die Tagesordnung war eigentlich überschaubar, trotzdem hats wieder lange gedauert. Zu diskutieren und beschließen gab es einiges (Wir werden im Detail dazu berichten).

Wie schon öfter von den Stadtverordneten angemahnt, wurde der aktuelle Stand der Verkehrsplanung vorgestellt. Die Integration von Rad- und Gehwegen in gegenwärtige und zukünftige innerstädtischen Strassenbauprojekte war dabei ein Schwerpunkt des Vortrages des damit beauftragten Planungsbueros aus Berlin. Die jetzt unter neuem Namen agierende Fraktion Links 21 fragte dann auch etwas schnippisch nach, ob es denn in Zukunft auch noch erlaubt sein wird mit dem Auto in der Stadt zu fahren. Das ginge gerade im ländlichen Raum oft nicht anders.

Planungsgrundlagen für ein vorgesehenes, hochmodernes Investitionsprojekt zur Salatfabrikation im Gewerbegebiet Falkenhagen waren ein weiterer Beratungspunkt. Die Investoren stellten ihr Vorhaben unter dem Stichwort Vertical Farming vor. Auf 36,6 überdachten Hektar werden hier bald in mehreren Etagen eine Anlage samt Nebengebäuden und Wasserrueckhaltebecken entstehen, in denen bis zu 40 Mio. Salatkoepfe jährlich in 4-6 Wochen Wuchszeit für die großstaedtischen Räume Berlin und Hamburg produziert werden. Es wird sich um das größte derartige Projekt in Europa handeln. Ein mögliches Aushängeschild für unsere Kommune! Bei ordentlicher ökologischer Bilanz und neu entstehenden 100 Arbeitsplätzen für Pritzwalk und die Region fand das Vorhaben große Zustimmung.

Zur Unterstützung der coronageplagten Gewerbetreibenden durch die begrenzten Mittel der Stadt wurden verschiedene Möglichkeiten besprochen. Das von der FDP vorgeschlagene organisatorisch schwierig umzusetzende Gutscheinsystem kann dabei ein Ansatz sein. Weitere Ideen sollen jetzt geprüft werden. Einen ganz praktischen Schritt beschloß die SVV schon am gestrigen Abend: Für 2021 werden den Ladeninhabern die Gebühren für das Aufstellen von Auslagen und Aufsteller vor ihren Geschäften komplett erlassen.

Foto: Bestimmt wurden auch die Vertreter der Stadt in den Wasser- und Bodenverbaenden, hier die Herren Liedtke und Jach.

PSZ aktuell

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