Familie

A never ending story: Illegaler Umgehungsverkehr in Kemnitz und Sarnow geht weiter

Wie sagt man so schön: Wenn einem die Strafe nicht wirklich droht, dann interessiert die meisten Leute kein Verbot! So auch bei all den Sperrungen, Umgehungsstrecken und Appelle an die Verkehrsteilnehmer rings um die Baustelle auf der B189 bei und in Kemnitz. Das Chaos hat jetzt duie nächste Stufe erreicht.

Nachdem zuerst Straßenbegradigung, Bachüberquerung usw. auf der B189 am westlichen Ortseingang von Kemnitz in Angriff genommen wurde, folgte die Fahrbahnneugestaltung im Ortsteil. Nun arbeitet man am östlichen Ortsausgang. Die Abzweige nach Alt Krüssow und Sarnow sind deshalb jetzt voll gesperrt. Sie galten aber für tausende Fahrzeuge seit Wochen als Geheimtipp bei der Umfahrung der Baustelle. Sarnow, wie auch Alt Krüssow und Beveringen leiden darunter. Übel zerfahrene Straßen und Grundstücksgrenzen sind die Folge – von den arg gebeutelten nerven der Anwohner mal ganz zu schweigen.

Die von Anfang an benannten offiziellen Umleitungsstrecken über Blumenthal bzw. Putlitz und die A24 waren von vorn herein unrealistisch. Solch überlange Umgehungsstrecken nutzt heutzutage niemand! Außerdem hat man mangels gemeinsamer Planung gleich mehrere größere Bauvorhaben in die gleiche Zeit gelegt. Ab 16.11. folgt jetzt auch noch der Weg über die Freyensteiner Chaussee (Wir berichteten). Der Bürger wird es schon hinnehmen, denket sich wohl manch Verantwortlicher!

Wer nun aber glaubt Verkehrsschilder mit klaren „Durchfahrt verboten“-Anweisungen hielte die Kraftfahrer von ihrem Tatendrang ab, der irrt sich gewaltig. Seitdem am Montag zwischen Sarnow und Kemnitz eigentlich nichts mehr geht, fahren etliche Verkehsteilnehmer trotzdem munter weiter durch. Selbst große LKWs fahren bis zur Sperrung durch und tragen dann gezwungenermaßen weiter zum Ruf von Sarnow als „Welthauptstadt des Wensdeverkehrs“ bei. Die Bewohner sind auch weiter nicht begeistert. „Die räumen sogar einfach die Sperren beiseite oder brettern über die Bürgersteige!“ so ein Sarnower gegenüber unserer Zeitung. Er hat uns Fotos davon gesandt.

In Kemnitz selbst nutzen die Dreistesten sogar den einfachen Weg hinter Wohnbauten und an einem Spielplatz vorbei, um sich den weg zu bahnen. Auch hier sind LKWs dabei.

Verschiedenste Zuständigkeiten, der anscheinend völlig fehlende Austausch zwischen den Bauplanern und Bauherren, mangelnde echte Kommunikation mit den Betroffenen – das zeichnet diese ganze Situation seit Monaten aus. Selbst Entscheidungsträger im Landkreis kommen mit einer simplen Tempo30-Genehmigung für einen Ortsteil nicht aus den Puschen! Wann alles mal besser wird, kann auch niemand sagen. Traurig!

Hartmut Winkelmann / Fotos (5): Privat und HW

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