Bildungsarbeit

Die Prignitz geht voran beim DigitalPakt

 

Kreide, Tafel und Rechenschieber sind out – die Zukunft der Schule ist digital! Einige skandinavische Länder sind mit dem Ausbau entsprechender Technik schon viel weiter. Deutschland will jetzt schnellstmöglich aufholen. Gerade in der Zeit der coronabedingten Schließung der Schulen über viele Wochen zeigte sich, wie wichtig der digitale Ausbau des Schulsystems wirklich ist. Brandenburg hat deshalb das Förderprogramm DigitalPakt 2019-2024 aufgelegt.

Um die Ergebnisse dieses Programms ganz praktisch zu erleben weilte am Freitag der Vorstandsvorsitzende der Investitions- und Landesbank Brandenburg (ILB) Tillmann Stenger im Pritzwalker Gaymnasium. Dies ist eine der Modelleinrichtungen, in denen die Digitalisierung besonders vornagetrieben werden soll. Gemeinsam mit Landrat Torsten Uhe und der Geschäftsbereichsleiterin Bildung des Landkreises Danuta Schönhardt ließ er sich von Schulleiter Harald Glöde die Umsetzung erklären. Stengler erklärte, daß sein haus vom Bildungsministerium mit der Realisierung des DigitalPaktes beauftragt worden sei. Für das Land stünden insgesamt 25 Mio. Euro zur Verfügung. 5 Mio. davon sind bereits bewilligt. Diese Zusagen basierten nicht nur auf den förmlichen Antragsunterlagen sondern auch auf dem Vorhandensein einer entsprechenden technischen Infrastruktur vor Ort. „Ein Medienentwicklungsplan ist eine Voraussetzung.“ so der ILB-Chef. Für die Prignitz stehen 3,6 Mio. Euro zur Verfügung.

„Die Prignitz ist dabei gut unterwegs!“ unterstrich Landrat Uhe. Neben Märkisch-Oderland liegt unser Landkreis bei der Beantragung vorn. Neben den technischen Geräten für den Schulunterricht unterstützt der Kreis auch die Schüler bzw. Eltern bei der Anschaffung notwendiger Computertechnik. Dafür stünden im zusätzlichen Programm „Sofortausstattung“ 200.000 – 300.000 Euro zur Verfügung. Insgesamt bekämen 341 Schüler, die über eine Lehrmittelbefreiung verfügten, derartige Hilfen ausgezahlt. Die Vergabe erfolge über die Schulen, der Landkreis bestelle die entsprechende Technik.

Um auf dem neusten Stand wirksam zu werden ist aber noch mehr notwendig. Ein modernes und leistungsfähiges Breitbandnetz sowie der Ausbau der Mobilfunkreichweiten besonders im ländlichen Raum sei dafür notwendig. Neue Förderprogramme stünden dafür bald an. Torsten Uhe erinnerte daran, daß in der Prignitz bei der augenblicklichen Erweiterung der Breitbandversorgung 550 Kilometer Gräben ausgehoben würden und 1.600 Kilometer Kabel verlegt werden. Wenn man das alles umgesetzt habe „dann zeigen wir, daß sehr gute Bildung auch im ländlichen Raum möglich ist.“

Die Besucher und Medienvertreter ließen sich vom Schulleiter Harald Glöde dann noch den Einsatz der neuen Klassentafeln im praktischen Einsatz zeigen. Lehrerin Birgit Böhm nutzte gerade das neue Unterrichtsmittel beim Thema Energieversorgung für Deutschland aus Russland. Glöde wies darauf hin, daß noch nicht geklärt sei, wie die Nachfolgekosten geregelt würden. Wenn solch eine elektronische Tafel einmal defekt sei, würden erhebliche Kosten entstehen. Die Schüler würden trotzdem jeden Tag in die Schule kommen. Lange Wartefristen bei technischen Ausfällen kämen da nicht in Frage!

HW / Fotos (4): PSZ

 

 

 

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