Bildungsarbeit

„Raubritter in Mecklenburg und der Prignitz“. Vortrag. Museumsfabrik am 11.03. um 18 Uhr

Raubritter

Erpressung, Rache und Mord entspringen hier keinem Sonntagskrimi, es geht in der nächsten Veranstaltung der Vortragsreihe der Museumsfabrik vielmehr um eine bewegte Epoche, die der Historiker und Archäologe Fred Ruchhöft dem Publikum mit „Raubritter“ näherbringen wird. Der Vortrag beginnt am Mittwoch, 11. März, um 18 Uhr.

Die „Raubritter“ sind eigentlich eine literarische Erfindung des 17. und 18. Jahrhunderts. Ihre wahren Vorbilder lebten im späten Mittelalter fast überall in Europa. Fehden, also Plünderungen, Mord und Erpressungen, gehörten damals zum Krieg, den Landesherren und Vasallen mit- und gegeneinander führten. In den Grenzregionen zwischen Mecklenburg und Brandenburg sorgten Adlige – mal im Auftrag ihrer Herren, mal auf eigene Rechnung – für jahrzehntelange Auseinandersetzungen, die im kollektiven Gedächtnis der Menschen haften blieben. Friedensschlüsse gab es erst, nachdem alles verwüstet war. Zahlreiche Dörfer verschwanden damals von der Landkarte. Spuren dieser Zeit gibt es hingegen nur noch bei genauerem Hinsehen zu entdecken.
Das Fehdewesen ist ein spannendes Kapitel mittelalterlicher Geschichte, das die Prignitz von Mecklenburg trennte und zugleich in besonderer Weise verband. Selbst jenseits aller Feindschaften gab es Bündnisse, die zumindest punktuell das Schlimmste verhinderten, aber wiederum anderen schadeten. Der Vortrag begibt sich an wichtige Schauplätze des mittelalterlichen Raubrittertums und beleuchtet manche Hintergründe, die aus unserer Sicht kaum noch nachvollziehbar sind.

Fred Ruchhöft ist Leiter des Museums in Goldberg (Mecklenburg). Er promovierte zur mittelalterlichen Geschichte. Niederadlige Befestigungen und die Geschichte des Raubrittertums bildet einen seiner Forschungsschwerpunkte.

Der Eintritt kostet 5 Euro, ermäßigt 3 Euro. Auskünfte gibt es Museumsteam unter Telefon 03395/76 08-11 20 und museum@pritzwalk.de .

Quelle: Museumsfabrik Pritzwalk

 

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