Arbeit und Soziales

Altenheimbewohner müssen vieles selbst bezahlen

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Pflegeheimbewohner oder ihre Angehörigen müssen für diese Betreuung erhebliche Eigenanteile bezahlen. Bundesweit liegen die Gesamtkosten für einen Heimplatz bei 3.000 im Monat. Diese Summe setzt sich aus verschiedenen Positionen zusammen: Pflegekosten, Kosten für Unterkunft und Verpflegung, Investitionskosten, Ausbildungsumlage und Kosten für Zusatzleistungen.

Die Höhe des Eigenanteils an den Pflegekosten schwankt von Bundesland zu Bundesland stark. Eine aktuelle Erhebung des Versicherungsverbandes PKV ergab, dass der Eigenanteil im Juni 2018 bei bundesdurchschnittlich 1.831€ monatlich lag. Im Mai 2017 waren es noch 1.690€.

Einen Teil der Kosten für die pflegerische Versorgung übernimmt die gesetzliche Pflegeversicherung. Seit dem Pflegestärkungsgesetz II ist der Eigenanteil innerhalb eines Pflegeheims unabhängig vom Pflegegrad. Die Investitionskostendürfen die Heime ebenfalls auf die Bewohner umlegen. Sie werden auf einen monatlichen Zahlbetrag umgerechnet. Reichen das eigene Einkommen und das Vermögen nicht aus, um die Investitionskosten selbst zu bezahlen, beteiligen sich in einigen Bundesländern die Sozialhilfeträger mit dem sogenannten Pflegewohngeld an diesen Kosten.

In einigen Bundesländern kommen noch die Kosten der Ausbildungsumlage hinzu. Damit sollen die Vergütungen von Auszubildenden in der Altenpflege und der Altenpflegehilfe refinanziert werden. In den meisten Bundesländern fallen jedoch nur Kosten in Einrichtungen an, die selbst ausbilden. Die Kosten belaufen sich je nach Bundesland auf 2-3€ am Tag.

Bleiben als weiterer Kostenfaktor noch Zusatzleistungen, die mit dem Heim individuell vereinbart werden können. Dazu zählen Komfortleistungen für Unterkunft und Verpflegung, Kleiderservice und Nutzung der Gemeinschaftsräume für private Feiern.

Reicht das Einkommen zusammen mit den Zahlungen der Pflegekassen und dem Pflegewohngeld nicht aus, um die gesamten Heimkosten zu finanzieren, steht den Betroffenen „Hilfe zur Pflege“ durch das Sozialamt zu. Zuvor müssen aber eigene Vermögenswerte eingebracht werden. Dabei können auch die Angehörigen finanziell belastet werden, wenn ihr Einkommen hoch genug ist.

Dirk Baas / ndratgeber

 

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