Arbeit und Soziales

Wenn`s die nötige Tablette nicht gibt

Arzneimittel_01

 

Arzneimittelmangel wird immer mehr zum Problem …

Alles schön privatisieren, dann läuft das alles wie von selbst! Das wollen uns die Marktradikalen des erzkonservativen Lagers immer wieder einreden. Ein Bereich zeigt gerade exemplarisch, wie unsinnig dieses einseitige Herangehen ist. Und es betrifft ein Feld, dass für jeden von uns gefährlich werden kann: Die Arzneimittelversorgung.

Immer öfter hört man von der Apotheke seines Vertrauens, dass dies oder jenes Präparat zur Zeit nicht lieferbar ist. Wann man es wieder bekommen kann? Ungewiss. Wer ständig auf verschiedene Medikamente angewiesen ist, der kennt das nun schon zur Genüge. Bei lebenswichtigen Stoffen, wie Blutdrucksenkern oder Psychopharmaka löst ihr Fehlen echte Angst bei den Betroffenen aus.

Schuld daran haben aber nicht die Apotheken. Es ist die ansonsten so hoch gelobte Pharmaindustrie, die exorbitante Gewinnmargen bei den Bedürftigen und deren Kassen einstreicht, selbst aber nicht in der Lage ist, die kontinuierliche Versorgung zu sichern. Die Branche ist hochmonopolisiert, d.h. etliche Arzneien werden ausschließlich von einem einzigen Hersteller angeboten. Damit der Profit auch ordentlich hoch ist, lassen diese fast alles im Ausland produzieren. Indien ist dafür ein bevorzugter Ort. In wahren Monsterfabriken werden die Pillen für die halbe Welt „gedreht“ (So viel übrigens zum Dauerargument, man dürfe der deutschen Pharmaindustrie nicht stärker auf die Füße treten, denn dann seien heimische Arbeitsplätze in Gefahr! Schwachsinn!).

Tritt in diesen Riesenfabriken oder beim Transport mal ein Problem auf, dann hat es sich erledigt mit der kontinuierlichen Versorgung der Apotheken.

Ebenso existieren umfangreiche Rabattverträge mit den Krankenkassen, die die Lieferung alternativer Medikamente verhindern. Sie kennen das: Ihr Arzt verschreibt ein Medikament, in der Apotheke bekommen Sie aber ein ganz anderes, hergestellt von einer anderen Firma – angeblich mit genau den gleichen Wirkstoffen. Das ist die Folge solcher Rabattverträge.

Was könnte man dagegen tun? EU-weite Regelungen würden wahrscheinlich helfen, auch die Anlage nationaler Reserven. Insgesamt muß den Monopolen Einhalt geboten werden. Aber, oh Gott, das wäre ja „sozialistisches“ Teufelswerk! Jens Spahn, errette uns!

PSZ

 

PSZ_Abo_Weihnachtsgeschenk Kopie

 

 

 

.

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.