Energie

Wasserstoff wäre eine Lösung

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Neues Denken in der Energiepolitik angemahnt …

Wenn wir unseren Planeten für uns und die Nachkommen bewohnbar halten wollen, dann ist eine Energiewende zwingend notwendig. Den schon laufenden Klimawandel bezweifeln nur noch ausgesprochen Unwissende, wie die AfD. Kohle und Erdöl sind keine Energiegaranten mehr, Neues muss her. Der für die Akzeptanz notwendige Ansatz kann aber nicht heißen ‚Wir machen den Energieverbrauch immer teurer‘, wie es von vielen Grünen zu vernehmen ist. Die Opfer einer solchen Politik wären die unteren Einkommensschichten und das Kleingewerbe. Die Welt besteht eben nicht nur aus hippen Großstädtern mit gutem Einkommen, die derartige Kosten locker wegstecken könnten.

Elektromobilität, Elektroautos, Elektroroller und und und … Fast an jedem Tag wird dazu eine neue orientierungslose Sau durchs Dorf getrieben. Welchen Energieaufwand aber die Herstellung all dieser smarten E-Mobile benötigt, wie man mit den Abfällen dieser Modelle, z.B. den nicht so einfach zu entsorgenden Batterien umgehen will wird tunlichst kleingeredet. Unmengen an Lithium wird gebraucht. Die weltweiten Vorkommen sind begrenzt. Wo eine Regierung sagt, wir hätten gern einen fairen Preis für unseren Bodenschatz, da wird sie schon mal weggeputscht – wie gerade in Bolivien zu beobachten.

Gibt es denn kein Alternative zum Elektrowahn? Gibt es! Nur wird sie bislang hier in Deutschland nur minimal gefördert und genutzt. Wasserstoff könnte viele Probleme lösen. Die FDP-Bundestagsfraktion fordert gerade verstärkte Aktivitäten Deutschlands auf diesem Feld. Wasserstoff sei ein „Alleskönner, der an der Schwelle zur industriellen Massentauglichkeit steht“, sagen sie. Eine Befreiung solcher Anlagen von der EEG-Umlage wäre klug.

 

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Wie funktioniert das Ganze? Wasserstoff lässt sich mittels Strom durch Elektrolyse herstellen. Wenn der eingesetzte Strom aus erneuerbaren Quellen stammt, ist der Wasserstoff klimaneutral.

Die Einsatzmöglichkeiten sind breit gefächert: Grüner Wasserstoff kann als Rohstoff in der Chemie eingesetzt werden und die CO2-Emissionen der Stahlproduktion drastisch reduzieren. Er kann auch Kraftwerksturbinen antreiben oder im heimischen Heizkessel verbrannt werden. Schließlich kann er zu erneuerbaren synthetischen Kraftstoffen, den sogenannten E-Fuels, weiterverarbeitet werden.

Verschiedene Unternehmen haben Projekte zur Produktion von grünem Wasserstoff angekündigt. Sie setzen dabei meist auf überschüssigen Windstrom. In sogenannten „Reallaboren“, die das Bundeswirtschaftsministerium fördert, werden verschiedene Konzepte erprobt.

In Pritzwalk stellte sich das Unternehmen „GreenWind“ aus Berlin vor. Es möchte auch hier im Bereich Giesensdorf/Kuhsdorf aktiv werden. Drei veraltete Windräder kurz vor Giesensdorf in nur 500m Entfernung vom Ort würden ersetzt durch insgesamt fünf neue, höhere Anlagen, die mindestens 1.000m vom Dorf entfernt gebaut würden. Die alten Anlagen werden abgebaut.

Im Gegensatz zu herkömmlichen Anbietern der Branche hat GreenWind aber ein interessantes neues Konzept. Die häufigen Ausschaltzeiten von Windrädern liegen nicht am mangelnden Luftzug oder technischen Defekten – die Leitungen zum Abführen des Stromes sind einfach dicht! Deshalb werden viele dann abgeschaltet.

Wasserstoff_brennstoffzelle

Beim neuen Anbieter soll das anders laufen. Diese Zeiten einer Stromüberproduktion nutzt man, um das Windrad sich weiter drehen zu lassen. Die gewonnene Windenergie wird in Form von Wasserstoff gespeichert. Die so umgewandelte Energie könnte für Haushalte, Unternehmen und auch für wasserstoffbetriebene Fahrzeuge genutzt werden. Eine solche „Zapfstelle“ wäre z.B. an der Raiffeisen-Tankstelle im Gewerbegebiet Süd denkbar.

GreenWind bietet auch den Pritzwalker Stadtwerken einen Einstieg in dieses Geschäft an. Das ist zukunftsweisend und wäre ein Imagegewinn für alle Akteure.

Auch so manch von den unzähligen Windmühlen genervter Bürger könnte damit einen für ihn spürbaren Sinn sehen. Die Akzeptanz der Windkraft würde steigen. Es wird ein interessante Diskussion im Stadtparlament. Eigentlich wollen sich alle die Landschaft nicht noch weiter zubauen lassen. Pritzwalk sollte aber, nach Klärung aller Details, den Mut aufbringen solch einen neuen Weg zu gehen!

Hartmut Winkelmann / Fotos: Areva

 

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