Demokratie

Würdiges Gedenken an die Opfer von Krieg und Gewalt

 

Auch in Pritzwalk wurde heute anlässlich des Volkstrauertages den Opfern von Krieg und Gewalt verschiedener Epochen gedacht. Der Ehrentag wird in Deutschland zum 100. Mal begangen.

In der Trauerhalle und an der Kriegsgraebergedenkstaette auf dem städtischen Friedhof kamen Bürgermeister Thiel, Stadtverordnete fast aller Fraktionen, Mitglieder der evangelischen Kirchengemeinde sowie zahlreiche jüngere und ältere Bürger zusammen. Die Friedhofshalle war uebervoll, zusätzliche Stühle waren nötig.

Beiträge der Gesellschaft für Heimatgeschichte und passende Stücke des Kirchenmusikers eröffneten das Gedenken. Höhepunkt war der Vortrag der Schüler der 10. Klasse des Gymnasiums mit sehr nahegehenden Schicksalsbeschreibungen aus der Pritzwalker Vergangenheit. Krieg, Not und Gewalt forderten in den letzten Jahrhunderten auch hier zahllose Opfer. Ein von einer der Schülerinnen selbstgeschriebenes hervorragendes Gedicht zum Thema berührte alle Anwesenden zutiefst.

Die Gemeindepfarrerin Susanne Michels hielt eine kurze Andacht unter dem Titel „Wann wird man je verstehen?“, angelehnt an den bekannten Antikriegssong von Pete Seeger. Dann ging man zur Gedenkstaette für die Toten der Weltkriege. Dr. Thiel führte den Anwesenden in seiner Ansprache nocheinmal vor Augen, wie viele Pritzwalker allein in den Weltkriegen starben: Im Ersten waren es über 300, im Zweiten mehr als 600 Gefallene. Auch heute gäbe es 28 laufende kriegerische Auseinandersetzungen, in denen Männer, Frauen und Kinder tagtäglich ihr Leben verlieren.

Der Vorsitzende des Stadtparlamentes Volker Hoffeins drückte sein Unverständnis dafür aus, dass aktuell Leute, die sich selbst als Normalbürger bezeichneten, wieder durch die Straßen liefen und den Hass auf Andere schuerten.

Es war eine würdige und angemessene Veranstaltung. Einen guten Eindruck hinterließ vor allem die Teilnahme so vieler Menschen verschiedener Generationen. Das gibt Mut, denn Gedenken hat auch immer etwas mit dem Blick in die Zukunft zu tun, wie Bürgermeister Dr. Thiel treffend sagte.

Hartmut Winkelmann

 

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