Arbeit und Soziales

Söder erklärt uns den Krieg

Atom-Söder und die Prignitz Kopie

 

Bayrischer Provinzfürst will unserer Region den Atommüll vor die Tür kippen …

Zuhause spielt er jetzt den blau-weißen „Öko-Man“. Auf bekannte Art versucht derzeit Bayerns Ministerpräsident Markus Söder, ein Endlager für Atommüll in seinem Land zu verhindern. „Auf keinen Fall in Bayern,“ donnerte Söder gegenüber der dpa.

Mit einer „weißen Landkarte“ sollte das Suchverfahren nach einem Endlager für Atommüll neu starten. Doch für Bayerns Ministerpräsident Markus Söder gilt diese Vereinbarung offenbar nicht. Er lehnte am Montag jeglichen Endlager-Standort in Bayern kategorisch. Bevor wissenschaftliche Untersuchungen stattgefunden haben, ist Söder jetzt schon überzeugt, dass sich im Freistaat keine geeigneten Gesteinsformationen finden lassen. Sein Innenminister verwies gar ausdrücklich auf Gorleben, in dessen Erkundung ja schon 1,6 Mrd. Euro geflossen seien.

Für seine Äußerungen fing sich Söder vielfach heftige Kritik ein. Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil wetterte, dass niemand glauben solle, dass „Niedersachsen sei das Atomklo der Bundesrepublik Deutschland,“ sei. Bayern solle sich an die Vereinbarungen aus dem mit allen Bundesländern vereinbarten Standortauswahlverfahren halten.

Wolfram König, Chef des Bundesamts für kerntechnische Entsorgungssicherheit, betonte immer wieder, dass kein Standort ausgeschlossen sei.

gorleben unter der prignitz_geschn

Bis weit in die Prignitz hinein reichen die Stollen, in denen man überlegt den hochradioaktiven Atommüll dauerhaft zu lagern. Also auch direkt unter Lenzen und dem Rudower See würde eine strahlende Zukunft warten … und das ist nicht weit von uns entfernt!

Dass der Länderstreit jetzt entbrennt, verwundert etwas. Aktuell werden geologische Daten zu den überhaupt in Frage kommenden Standorten gesammelt und gesichtet, bevor zum Ende des nächsten Jahres erste Regionen benannt werden sollen, die näher untersucht werden sollen.

Regionale Bürgerinitiativen sieht nun u.a. die Bundesbehörde für kerntechnische Entsorgungssicherheit (BfE) in der Pflicht, der bayrischen Staatsregierung zu erklären, warum neben Salz und Ton auch Kristallin als Endlagerformation in Frage kommt. Ehmke: „Auf die Klärung, warum der Salzstock Gorleben bei der Betrachtung der Mindestanforderungen an eine Gesteinsformation und nach der Anwendung von geologischen Ausschluss- und Abwägungskriterien heraus fällt, können wir getrost bis zum dritten Quartal 2020 warten.“

Der Salzstock von Gorleben ragt unterirdisch kilometerweit in die Prignitz hinein. Wir dürften dann also Jahrmillionen auf dem Atomdreck Deutschlands herumlaufen!

DW

 

PSZ_Ich habe es auch gemacht_junge Frau Doppel-V Kopie

.

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.