Arbeit und Soziales

Die Gehälter im Osten

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In vier Ost-Landkreisen verdienen Frauen mehr als Männer …

In vier Landkreisen in Ostdeutschland verdienen Frauen mehr als Männer, Das geht aus einer Untersuchung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor.

So haben in Cottbus vollzeitbeschäftigte Frauen ein rund vier Prozent höheres Einkommen als ebenso vollzeitbeschäftigte Männer. Auch in Frankfurt/Oder, Dessau-Roßlau und Schwerin liegen sie im Schnitt mit ihren Bezügen vor den Männern. Im bundesweiten Durchschnitt verdienen dagegen in Vollzeit tätige Männer 21 Prozent mehr.

Auf Kreisebene unterscheidet sich die Lohnlücke erheblich. Im Bodensseekreis, in Ingolstadt oder im Landkreis Ingolfing-Landau verdienen vollzeitbeschäftigte Frauen beispielsweise rund 40 Prozent weniger als Männer.

Das es in Cottbus einen gegenläufigen Trend bei den Verdiensten von Frauen gibt, hat laut IAB-Studie einen Grund: Der öffentliche Dienst bietet ihnen häufig attraktive Verdienstmöglichkeiten. So sind ein Fünftel der Frauen hier tätig. Männer sind in Cottbus dagegen überdurchschnittlich häufig in der Zeitarbeitsbranche tätig. In der Industrie sind in Cottbus vergleichsweise wenige Männer beschäftigt.
Unterschiedliche Bindung an Tarifverträge in Ost und West

Knapp die Hälfte der Beschäftigten in Deutschland arbeitet in Betrieben mit einem Branchentarifvertrag, so das Nürnberger Institut IAB. Demnach waren 2018 rund 46 Prozent der Beschäftigten in solchen Firmen tätig. Die Traifabdeckung ist dabei im Westen deutlich höher als im Osten: Rund 49 Prozent der westdeutschen und etwa 25 Prozent der ostdeutschen Beschäftigten unterliegen einem Branchentarifvertrag.

Die Verbreitung von Firmen- oder Haustarifverträgen blieb im Vergleich zum Vorjahr weitgehend konstant. Siegalten für acht Prozent der westdeutschen und für elf Prozent der Ostdeutschen Beschäftigten. 44 Prozent im Westen und 55 Prozent im Osten arbeiten in Betrieben ohne einen Tarifvertrag.
Mindestvergütung für Azubis ab 2020

Auf Beschluß der Bundesregierung sollen Lehrlinge im ersten Ausbildungsjahr mindestens 515 Euro pro Monat erhalten. In den Folgejahren soll sich die Ausbildungsvergütung erhöhen: im Jahr 2021 auf 550 Euro, ein Jahr später auf 585 Euro und ab 2023 auf 620 Euro. Zudem sind Aufschläge für Azubis im zweiten, dritten oder vierten Lehrjahr geplant. Tarifverträge haben allerdings Vorrang vor der Mindestvergütung, auch dann, wenn sie geringere Ausbildungsvergütungen für die jeweiligen Lehrlinge vorsehen. Das gilt auch für künftige Tarifabschlüsse.

Quelle: PSZ 68 / epd / nd

 

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