Demokratie

Da muß man sich ja veräppelt vorkommen

Klima_01

In der vergangenen Woche haben wir die Geburt eines Zwerges miterlebt: Die „Große“ Koalition in Berlin legte mit vollmundigem Begleittext ihr „Klimapaket“ vor. Herausgekommen ist aber höchstens ein Päckchen.

Mit halbherzigen, ohne mit irgendwelchen Zahlen zu wirklichen Klimaverbesserungen hinterlegten Maßnahmen, lieferten CDU und SPD das ab, was man nunmehr von dieser Regierung schon längst gewöhnt ist: Heiße Luft!

Zahlen sollen vor allem die kleinen Leute über erhöhte Spritpreise. Gegengerechnet wird die Pendlerpauschale. Solch einen Ausgleich erhält aber niemand bei uns auf dem flachen Land, wenn er oder sie die alltäglichen Erledigungen wohl oder übel mit dem PKW hinter sich bringen muß. Der gemeine Bürger möge doch bitte auf die öffentlichen Verkehrsmittel umsteigen, wird verkündet. Nichts mit Umsteigen auf den ÖPNV – den gibt es nämlich in großen Teilen der „Provinz“ nicht, werte GroKo-Strategen! Also bleibt es so wie immer: Die großen Dreckschleuderer aus der Industrie können sich auf verschiedenen Wegen freikaufen, die kleinen Männer und Frauen zahlen drauf. Alles wie immer! Ob damit die Luftverschmutzung wirklich gravierend eingeschränkt werden kann? Da bleibt das Fragezeichen stehen.

Wenige Tage nach diesem „epochalen“ Klima-Beschluss der Regierenden zeigt der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB), ebenso wie zahlreiche andere regionale Verkehrsträger, was er von so etwas hält. Die Ticketpreise werden weiter steigen, um mindestens 3,3 Prozent. Bahnfahren wird nicht billiger, attraktiver – ganz im Gegenteil. Kein Wunder, dass sich immer mehr Menschen auch beim Thema Klima veräppelt vorkommen. Leugner des Klimawandels und rechte Rattenfänger wirds freuen. Den vernünftigen Rest der Bevölkerung macht es einfach nur wütend!

Anmerkung: Der Aufsichtsrat des VBB hat am 26.9. beschlossen, die Fahrpreise um 3,3 Prozent anzuheben. Dem Aufsichtsrat gehören grundsätzlich 26 Mitglieder an: Vier Berliner Vertreter, vier Vertreter Brandenburger Landesministerien sowie je ein Vertreter der Brandenburger Landkreise und kreisfreien Städte.

Hartmut Winkelmann

 

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