Arbeit und Soziales

Zahnradwerk wurde 50 und viele, viele kamen

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Das war ein runder und würdiger Geburtstag! 50 Jahre existiert nun schon der für unsere Stadt so prägende Betrieb. Praktisch aus dem Nichts entstand zum Ende der 60er Jahre das Zahnradwerk Pritzwalk. Entsprechend der damaligen DDR-Wirtschaftspolitik bekam jede Kleinstadt einen Industriebetrieb, der für Arbeitsplätze, Folgegewerke und Zuzug in Größenordnung sorgte. So kam der Maschinenbaubetrieb an die Dömnitz. Zahlreiche Neubürger kamen zumeist aus den südlichen Teilen der Republik. Neue Wohnsiedlungen, wie am „Sachsenring“ (Zur Hainholzmühle) und noch viel größer in Pritzwalk-Nord entstanden. Mehr Kinder kamen in Pritzwalk auf die Welt, mehr Kinderkrippen und Schulen wurden errichtet. Jeder Schulabsolvent bekam eine passende Lehrstelle.

Das Zahnradwerk war das Herzstück des Ganzen. Wir Pritzwalker verdanken ihm viel. Früher einmal mit 1.600 Beschäftigten ausgestattet und vor allem in der Zulieferwirtschaft für den Maschinen- und Kranbau beschäftigt gehörten auch militärische Komponenten zur Produktpalette. Sie gingen vor allem in die damalige Sowjetunion. Pritzwalker Produkte waren aber auch ein hochwertiges Exportgut Richtung Westen.

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Nach 1989 wurde es komplizierter. Unter verschiedenen Eigentümern kämpfte das Unternehmen und seine Mitarbeiter ums Überleben. Erfolgreich. Seit drei Jahren führen neue Besitzer die Geschäfte. Und sie haben die anfangs herrschenden Ängste vor einem schnellen Weiterverkauf zerstreuen können. Mit heute wieder über 200 Angestellten hat das ZWP erneut einen Platz am Markt gefunden. Die unsinnigen deutschen Sanktionen gegen Russland machen das sicher nicht leichter.

Nun wurde gefeiert. Nachdem bereits in der letzten Woche die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der „Alten Mälzerei“ verdientermaßen das Jubiläum ausgelassen begingen, folgte am Samstag ein Tag der offenen Tür für alle Interessenten. Und das ließen sich über 700 Besucher nicht entgehen! Es gab reichlich zu speisen und zu trinken und natürlich viele interessante Einblicke in die heutige Produktion. Ehemalige Zahnradwerker waren gekommen, aber auch zahlreiche jüngere Interessenten. Das Zahnradwerk war und ist ein wichtiger Teil unserer Stadt. Glückwunsch an die Geschäftsführung und die Angestellten!

Hartmut Winkelmann (auch ein ehemaliger Zahnradwerker!)

 

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