Arbeit und Soziales

Mehr Personal für die Verwaltung beantragt

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Mammutprogramm im Pritzwalker Hauptausschuss: In drei Stunden kämpften sich die Mitglieder durch eine ganze Reihe von Tagesordnungspunkten. Keiner war traurig als der Ausschussvorsitzende Hartmut Winkelmann um 20.59 Uhr die Versammlung beendete.

Zu den wichtigsten Beratungspunkten gehörte u.a. ein Beschlussantrag des Bürgermeisters zum Haushalt 2020. Er beinhaltet die Erweiterung des Stellenplans der Verwaltung um 8,25 VzÄ. Das ist Verwaltungsdeutsch und heißt ausgesprochen „Vollzeit-Äquivalente“, was wiederum ins Normale übersetzt jeweils einer Vollzeitstelle entspricht, aber durchaus durch Teilzeit oder Funktionsteilung unterteilt werden kann.

Die 8,25 Stellen setzen sich aus Bedarfen unterschiedlicher Fachbereiche der Stadt zusammen, wie Bürgermeister Thiel den Ausschussmitgliedern erklärte.

Zwei Stellen sind für die ab Jahresanfang im Bahnhofsgebäude vorgesehene KfZ-Zulassungsstelle vorgesehen. Durch gesetzliche Neuregelungen müssen eine Vielzahl von kommunalen Verträgen steuerlich neu bewertet werden. Das wird mit erheblichem Aufwand verbunden sein. Die Stadtverwaltung muß diese Aufgaben erfüllen, da gibt es keine andere Wahl. Zumindest eine halbe zusätzliche Stelle ist dafür geplant.

In den Kitas der Stadt besteht ein erhöhter Versorgungsbedarf der Kinder mit Zwischenmahlzeiten etc.. Zusätzlich fallen mehr Aufgaben bei der Reinigung und technischen Betreuung kleinerer städtischer Objekte an. Das soll insgesamt mit 5 zusätzlichen technischen Mitarbeitern mit je 30 Wochenarbeitsstunden geschafft werden, was 3,75 VzÄ (siehe oben) entspricht.

Eine zusätzliche Vollzeitstelle wird laut Beschlussvorschlag zur Bewältigung der wachsenden IT-Aufgaben in den Schulen und der Verwaltung gebraucht.

Zu kritischen Nachfragen führte die in der Vorlage geplante Einführung einer gut bezahlten Stelle in der Wirtschaftsförderung der Stadt. Insbesondere Freie Wähler, SPD und Bürgerstimme hatten dazu weiteren Informationsbedarf und wollen diesen Teil aus dem Beschlussentwurf heraus nehmen und später entscheiden. Es müsse dazu noch stärker geprüft werden, welche Synergien es mit bereits bestehenden Förderstellen gebe und was genau der Arbeitsinhalt sei, meinte auch Marlies Ferner (SPD).

Der antragstellende Bürgermeister sah das zuerst anders. Änderungsvorstellungen aus dem Finanzausschuss lägen ihm nicht vor und er selbst werde den Antragstext nicht ändern. Ein Vermittlungsvorschlag des Hauptausschussvorsitzenden Hartmut Winkelmann könnte einen Ausweg bieten: Bis kommenden Dienstagmorgen kann noch ein Änderungsantrag auf Herausnahme des Wirtschafstförderteils fristgerecht zur Stadtverordnetensitzung am 18.09. eingereicht werden. So wird es jetzt wohl auch kommen. Das letzte Wort haben die Stadtverordneten.

Ob die Stellen im Falle ihrer Bewilligung auch alle mit entsprechendem Fachpersonal besetzt werden kann bleibt offen. Auch hier macht sich der Fachkräftemangel in der Region bemerkbar. Mehr Aufgaben erfordern natürlich oft auch mehr Personal ind der Stadtverwaltung. Zu bedenken bleibt aber, dass schon jetzt weit über 40 Prozent der städtischen Ausgaben nur in die Personalkosten gehen. Das ist ein erheblicher Teil!

DW

 

PSZ_Wir geben Ihnen eine Stimme_quer_021 mit Pritzwalker

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