Kommunales

Altlasten erschweren Entwicklungsprojekte

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Bei zwei Entwicklungsprojekten der Stadt Pritzwalk kommen unerwartete Mehrkosten auf die Kommune zu. Sowohl bei der Verwertung des schon ewig brach liegenden ehemaligen KfL-Geländes in Seefeld für eine Photovoltaikanlage, als auch im neu geplanten Wohngebiet Am Birkenwäldchen/Am Wasserturm besteht der Verdacht auf vorhandene Altlasten im Boden.

Während es sich in Seefeld vor allem um mögliche Hinterlassenschaften einer ehemaligen Tankstelle/Lager auf dem Gelände handelt, sollen im Boden des geplanten Eigenheimgebietes Schuttreste aus der Zeit des Stadtbrandes von 1821 und der Explosionskatastrophe von 1945 liegen. Hinzu kommt hier eine unklare Lage rings um die betonierte ehemalige Lagerfläche. Für beide Planungsvorhaben sind jetzt weitergehende Bodenuntersuchungen notwendig. Sie kosten jeweils 27.000 bis 28.000 Euro, die als zusätzliche Ausgaben in den städtischen Haushalt aufgenommen werden müßten.

Warum man die Gebiete überhaupt angekauft habe, fragte Gordon Eisen im Hauptausschuss, genau wie sein Fraktionsvorsitzender von der Bürgerstimme Volker Kiefner im vergangenen Stadtentwicklungsausschuss. Der Hauptausschuss-Vorsitzende Winkelmann (DIE LINKE) betonte, dass eine Kommune nun mal die Aufgabe habe alte Brachen im Stadtgebiet auf Entwicklungsmöglichkeiten hin zu prüfen.

Helmut Kühn von den Freien Wählern gab zu bedenken, dass es wohl nicht nur bei diesen Untersuchungskosten bleiben würde: „Da kommt wahrscheinlich noch eine Menge mehr bei der Beseitigung der Altlasten auf uns zu!“

Bürgermeister Dr. Roland Thiel ergänzte: „Wir sehen uns in der Verantwortung und kommen da so oder so nicht herum.“

Beide Ausschüsse stimmten trotz spürbarer Sorgen diesen wohl unumgänglichen Untersuchungskosten zu.

PSZ

 

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