Arbeit und Soziales

Vier Direktkandidaten stellen sich vor

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Zur Landtagswahl am 1.9. treten in unserem Wahlkreis sieben Direktkandidatinnen und -kandidaten an. Vier Bewerbern geben wir hier die Chance sich vorzustellen. Lesen Sie selbst, was den Kandidaten wichtig ist.

„Die Dinge geregelt kriegen“

Gespräch mit Landtagskandidatin Katrin Lange

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Frau Lange, warum kandidieren Sie für den Landtag?

Ich finde, dass der ländliche Raum und die Kommunen vor Ort starke Stimmen im Landtag brauchen. Je weiter weg diese Regionen sind – so wie die Prignitz – umso stärker müssen diese Stimmen sein. Man wird sonst nämlich leicht mal überhört in Potsdam und Berlin. Als ehemalige Amtsdirektorin in Meyenburg und jetzige Staatssekretärin bringe ich einiges an Berufserfahrung mit, was dafür ganz hilfreich ist. Von mir gibt es vollen Einsatz für die Prignitz, meine Heimat. Wer mich wählt weiß, dass ich vom Fach bin und jahrzehntelange Praxiserfahrung in Kommunen und Landesverwaltung mitbringe. Mein Ehrgeiz liegt nicht darin, die tollsten Resolutionen zu formulieren, sondern die Dinge geregelt zu kriegen.
Was sind Ihre Ziele für die Prignitz?

Die Prignitz hatte es nach den Umbrüchen der Wendezeit sehr schwer. Aber ich denke, dass sie eine gute Zukunft hat. Dafür muss man aber etwas tun. Ich will mich dafür einsetzen, das Arbeiten, Wohnen und Leben auf dem Land und in den kleinen Städten attraktiv zu halten oder wieder attraktiv zu machen. Immer mehr Menschen ziehen raus aufs Land, wofür es sehr gute Gründe gibt – und in Zukunft immer mehr geben wird. Viele Leute haben schlicht genug von dem Stress, der Enge, dem Stau und dem Lärm in den großen Städten. Es geht also um Verkehrsverbindungen, Netzabdeckung, schnelles Internet, gute Verwaltungen, ärztliche Versorgung. Das ist nicht einfach, aber das ist machbar. Mit dem nötigen Druck, und für den will ich sorgen.
Die politische Stimmung im Land ist seit einigen Jahren deutlich angespannter geworden. Wie gehen Sie damit um?

Ich will auf die Menschen offen zugehen, und zwar auf alle Menschen, ohne Überheblichkeit und Hochmut. Wir müssen auch auf jene wieder stärker zugehen, die unzufrieden sind mit der Lage oder der SPD, anstatt sie von oben herab zu belehren. Denn für diese Unzufriedenheit gibt es ja auch einige Gründe, die nicht einfach von der Hand zu weisen sind. Diese Probleme muss man lösen. Man darf die Leute nicht vor den Kopf stoßen. Ich stehe für Gespräch und Dialog, so wie das bei uns in der Prignitz üblich ist. Mit dem Gesicht zu den Menschen. Und nicht über ihre Köpfe hinweg. Das ist immer der richtige Weg.

PM

Dieter Groß – die Chance für einen unangepassten Abgeordneten

Bewerber ist bekannt, erfahren und engagiert

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Nicht erst wieder seit die Wahlkampfzeiten angebrochen sind ist Dieter Groß, 70 Jahre, Rechtsanwalt aus Kyritz, in unserer Region unterwegs. Er engagiert sich. Ständig. Egal ob Kultur-, Sport- oder sonstige Initiativen – man findet ihn sehr oft aktiv vor Ort.

Bereits von 2009-2014 saß er als direkt gewählter Abgeordneter im Landtag Brandenburg für unsere Region. Damals erreichte er besonders in puncto Regionalbahn zwischen Neustadt, Kyritz, Pritzwalk und Meyenburg eine Menge. Gegen das Bombodrom in der Kyritz-Wittstocker Heide war er über Jahre engagiert.

Jetzt will er es noch mal wissen. Ohne einen sicheren Listenplatz möchte er erneut das Direktmandat im Wahlkreis 2 erringen. Seine politische Heimat ist dabei DIE LINKE. Das hat viele nachvollziehbare Gründe: Sein Vater war unter den Nazis im Zuchthaus, er selbst seit frühester Zeit mit dabei, wenn es gegen alte oder neue Nazis ging.

Dieter Groß ist in seiner Partei nicht immer „linientreu“. Ihm sind praktische Lösungen, das Verstehen der wirklichen Bedürfnisse in unserer Region wichtiger, als neunmalkluge Partei-Programme. Sein darin begründeter eigenständiger Geist gefällt nicht jedem. Vielleicht aus deshalb hat ihn seine Partei auf keinen aussichtsreichen Listenplatz gesetzt. Dieter Groß kann nur über den Gewinn des Direktmandates ins Landesparlament einziehen. Das ist nicht unrealistisch, ist er doch sowohl in Wittstock, Kyritz, als auch in Pritzwalk, Putlitz oder Meyenburg wahrlich kein Unbekannter.

Für die Wählerinnen und Wähler im Wahlkreis 2 hat eine Stimme für ihn einen ganz besonderen Charme: Während die Kandidatinnen und Kandidaten der großen Parteien mit ziemlicher Sicherheit über die Landeslisten gewählt werden, besteht mit einem Votum für Dieter Groß die Chance einen zusätzlichen Vertreter aus Prignitz und OPR nach Potsdam zu schicken. Das kann für unseren Landstrich nur von Vorteil sein!

Unter jungen Leuten fühlt er sich sichtbar wohl. Ist sein Alter jetzt ein Ablehnungsgrund? Nein, denn auch die Bevölkerung wird im Schnitt immer älter. Sie kann er authentisch vertreten – und das nicht nur in Wahlkampfzeiten!

PW

 

Ganz Brandenburg wachsen lassen – auch die Prignitz

Der CDU-Landtagskandidat Jan Redmann stellt sich vor

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Ich bin 1979 in Pritzwalk geboren, dann in Wittstock aufgewachsen und habe daher erlebt, wie viel sich in unserer Region in den drei Jahrzehnten seit der Wende getan hat. Noch nie waren unsere Städte und Dörfer so gut in Schuss wie heute und auch die Arbeitslosigkeit ist wieder deutlich gesunken.

Trotz dieser Entwicklung sind wir von gleichwertigen Lebensbedingungen im ganzen Land immer noch weit entfernt. Die Löhne sind bei uns viel niedriger als in Potsdam. Noch immer fehlt flächendeckender Handyempfang, die Landesstraßen sind oft Schlaglochpisten und der Prignitzexpress ist viel zu lange Richtung Berlin unterwegs.

Ich habe nach dem Abitur Jura studiert und bin Rechtsanwalt geworden, weil ich an unser Land, an Demokratie und Rechtsstaat glaube. Umso mehr schmerzt es mich, wenn der eigentlich starke Staat Schwäche zeigt. Es dauert viel zu lange, bis insbesondere Mehrfach-Straftäter ernste gerichtliche Konsequenzen spüren. Wir brauchen wieder mehr Revierpolizisten auf den Straßen und Respekt vor den Einsatzkräften. Dazu gehört selbstverständlich auch eine bessere Ausstattung der Freiwilligen Feuerwehr.
Es muss endlich Schluss sein mit der Speckgürtelpolitik in Brandenburg. Wir müssen in den nächsten Jahren bei uns wieder stärker investieren: in die Schulbildung unserer Kinder, in Straßen-, Schienen- und Internetverbindungen, aber auch in Gesundheit und Pflege. Denn das ist die Voraussetzung dafür, dass ganz Brandenburg wachsen kann – auch die Prignitz.

Dr. Jan Redmann

 

Verbinden statt abhängen

Grüner Kandidat Matthias Dittmer für verbesserte Mobilität

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Mit Matthias Dittmer (Wahlkreis 2) und Wolfgang Freese (Wahlkreis 3) haben sich jetzt zwei Landtagsbewerber von Bündnis 90/Die Grünen mit konkreten Vorstellungen zur Mobilität in unserer Region positioniert. Sie präsentierten kürzlich ein entsprechendes Papier ihres Kreisverbandes der Öffentlichkeit.

„Verbinden statt Abhängen“ lautet ihr Motto für den ländlichen Raum. „Mobilität verstehen wir als Teil der Grundversorgung.“ meinen die Wahlkandidaten. „Die Möglichkeit sich uneingeschränkt fortbewegen zu können, gehört zu den wichtigsten Aufgaben, die das Land Brandenburg in Zusammenarbeit mit Kreis und Kommunen zu erfüllen hat.“ heißt es weiter.

Als konkrete Punkte wollen die Grünen im Landtag folgendes umsetzen: Ein kostenfreies Schüler- und Auszubildendenticket bis 18 Jahre und einen fahrscheinfreien Tag im Monat für alle. Für die Bahnstrecke des RE6 von Gesundbrunnen nach Wittenberge (über Pritzwalk – PSZ) fordern die beiden Bewerber einen Halbstundentakt. „Das wäre gut für Pendlerinnen und Pendler und macht unsere Region für Gäste und neue Bürgerinnen und Bürger attraktiver.“ sagt Matthias Dittmer. Gleiches kann er sich für den RE2 von Cottbus bis Wismar über Wittenberge vorstellen.

Weiterhin soll nach dem Willen der Grünen der Nachtexpress der Bahn ausgebaut werden. „Die Nachtverbindung des RE6 ist über Wittstock nach Pritzwalk zu verlängern.“ heißt es im vorgestellten Text. Den Bewohnern von OPR und Prignitz müsse es ermöglicht werden, am Wochenende am kulturellen Leben Berlins teilzuhaben.

Als nächstes Thema in Mobilitätsfragen wird eine Erweiterung der Seniorentaxis genannt. Dabei müsste die Versicherungspflicht vereinfacht und bürokratische Hürden gemindert werden.

Insgesamt ein ambitioniertes, aber durchaus mit seinen einzelnen Ansätzen den realen Problemen durchaus angemessenes Verkehrskonzept für den ländlichen Raum.

PM

 

Weiterhin kandidieren im Wahlkreis 2:

  • Dr. Arnd Heymann, AfD
  • Christa Pfeifer, BVB / Freie Wähler
  • Tom-Morten Theiß, FDP

 

 

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