AfD

Zwischenruf: Die Parteien haben versagt

Parteien in Deutschland_01

Hier veröffentlichen wir den Standpunkt eines jungen Studenten, groß geworden in Pritzwalk, und mitten drin stehend in den Auseinandersetzungen der heutigen Zeit. Er drückt die Meinung viele junger Leute aus. Lesen Sie seinen interessanten „Zwischnruf“!

Ursula von der Leyen – eine Frau, die nie Europaabgeordnete war und vor der Wahl nie als Kandidatin diskutiert wurde – wird Präsidentin der europäischen Kommission. AKK, die nie Abgeordnete des Bundestages war oder in irgendeiner Form auf Bundesebene demokratisch gewählt wurde, wird Verteidigungsministerin, obwohl dreiviertel der Bevölkerung dagegen sind. Nichts davon hat der Wähler mit seiner Stimmabgabe bei der Europawahl beeinflusst. Es kam, wie es kommen musste: Die wirklich wichtigen Entscheidungen wurden im Hinterzimmer ausgeklüngelt. Und dabei war das Getöse vor der Wahl doch so groß, dass es endlich eine Wahl der Spitzenkandidaten werden würde. Aber im Ernst, wer hat denen das wirklich abgekauft? Wer hört sich die Debatten im Bundestag an, als ob die Reden der Abgeordneten irgendeinen Einfluss auf die folgende Abstimmung hätten?

Demokratie nennen sie diese Farce. Und alle 4 Jahre dürfen wir dann auch einmal mitmachen. Wie freundlich. Und dann sieht man – wie jetzt vor der Wahl in Brandenburg – so beeindruckende Plakatwerbung wie „Ein Brandenburg“ von der SPD. Ein Brandenburg? Ist das deren Ernst?
Solche von wirklich jedem politischen Inhalt befreite Wahlkampfslogans entstehen, wenn eine Partei über Jahrzehnte hinweg für Ministerposten oder Vortragshonorare jedes politisch Ziel oder Ideal verrät, dass sie vielleicht mal gehabt hat. Und die anderen Parteien sind nicht besser mit Ausnahme der AfD, aber das liegt wohl viel mehr daran, dass die Partei noch keine Jahrzehnt existiert und weniger daran, dass die Partei wirklich eine Alternative für Deutschland wäre. Aber das ist eine andere Diskussion.

Megaphone

Es gibt keine Partei, die eine Alternative für Deutschland ist oder je sein kann. Grund dafür ist unser kaputtes und undemokratisches Parteiensystem. Jede Partei wird sich über kurz oder lang von Ihrer Basis entfernen, weil der Machthunger einzelner Personen zwangsläufig dazu führt, dass Wahlversprechen und politische Ideale für die Karriere über Bord geworfen werden. Der Fraktionszwang im Parlament unterstützt dieses Streben nach Macht und macht die Deals im Hinterzimmer erst möglich.

Dass man bei so niederschmetternden Zuständen nicht wählen geht, ist absolut verständlich. Egal wo man heute sein Kreuz setzt, es wird nichts ändern. Aber es ist nicht alles verloren. Es gibt Hoffnung.

Was wir brauchen sind Abgeordnete in den Parlamenten, die in erster Linie ihrem Wahlkreis verpflichtet sind. Abgeordnete, die die Menschen in Ihrem Wahlkreis kennen und nicht so abstimmen, wie es Ihnen von Oben gesagt wird, sondern so, dass es das Beste für die Menschen vor Ort ist.

Aber wir brauchen keine Parteien mehr. Jeder, der dieses Land zum Besseren verändern möchte, sollte sich überlegen, sich bei Wahlen aufstellen zu lassen. Und zwar nicht für die Knechtschaft in irgendeiner Partei, sondern parteilos! In Zeiten des Internets und Social Media, wer braucht da noch Parteiengelder, um peinliche Wahlplakate von sich aufhängen zu lassen?

Und jeder der zur nächsten Wahl geht, sollte sich informieren welche parteilosen Kandidaten aufgestellt sind und welche politischen Ziele diese verfolgen und nicht den Kandidaten einer Partei aufgrund von irgendwelchen leeren Wahlversprechen wählen.

Und das ist auch ein Appell an alle Abgeordneten und Kandidaten einer Partei: Wenn ihr wirklich für die Interessen der Menschen eures Wahlkreises antretet, dann verlasst eure Partei, denn diese wird von euch verlangen eure Wähler zu betrügen!

Alles Gesagte bezieht sich zum Großteil auf Landes-, Bundes und Europaabgeordnete. Die Kommunalpolitik ist gewöhnlich noch näher an den Menschen.

Linus Ververs, 21 jahre alt, Student

 

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