Land & Bund

Hartes Urteil gegen Pritzwalker Autohändler

Landgericht Neuruppin

Lothar V. und seine Frau Marion kannten in Pritzwalk sehr viele Leute. Beide waren seit der längerer Zeit im Handel mit Gebrauchtwagen engagiert. 2004 betrieben sie eine entsprechende Firma in der Dömnitzstadt. Da floß eine Menge Geld!

Die Staatsanwaltschaft ist seit Jahren vermuteten Steuerdelikten bei diesen Geschäften auf der Spur. Seit geraumer Zeit wurde deshalb vor dem Landgericht in Neuruppin gegen die beiden ehemaligen Autohändler verhandelt.

Die „Märkische Allgemeine“ berichtete wie folgt: „Die Angeklagten kauften Gebrauchtwagen aus Frankreich zunächst über einen Großhändler, später dann direkt bei Avis oder seinen Tochterunternehmen. Die Eheleute konstruierten Lieferketten und gründeten Scheinfirmen. „Eine formale Hülle“ ohne eigenen Geschäftsbetrieb, bezeichnete es die Richterin.

2007 bauten die Angeklagten das Betrugsmodell noch weiter aus, bezogen neue Gesellschaften ein, setzten Strohmänner ein. Die stellten Rechnungen mit ausgewiesener Umsatzsteuer aus, ohne das eine Lieferung erfolgt war.

„Das diente nur dazu, Ihnen die Vorsteuer zu verschaffen“, sagte Richterin Burzer. So bekamen die Angeklagten vom Finanzamt Umsatzsteuern erstattet, die sie tatsächlich nie bezahlt hatten.“

Beide Angeklagte stritten den Vorwurf der Steuerhinterziehung in 17 Fällen bis zuletzt ab. Mehrere Zeugen wurden gehört – mit nicht immer sehr glaubhaften Aussagen. Zu einer Zeugin meinte die zuständige Richterin: „So dreist belogen wird das Gericht selten.“

Letztendlich kam das Gericht kam zu einem deutlichen Schluß. Nach dessen Auffassung  hatten beide die Umsatzsteuer in mehreren Fällen hinterzogen. Die Gesamtschadens-summe wurde mit 2 Millionen Euro angegeben. marion V. wurde zudem die Insolvenzverschleppung zur Last gelegt. Sie hätte bereits 2010 wissen müssen, das bei offensichtlich offenen Steuernachforderungen des Finanzamtes in sechsstelliger Höhe das Unternehmen nicht mehr zahlungsfähig war.

Am Donnerstag vergangener Woche wurden beide schuldig gesprochen und zu einer Freiheitsstrafe von jeweils 3 Jahren und sechs Monaten verurteilt. Wegen der langjährigen Dauer des Verfahrens werden sechs Monate davon als bereits verbüsst angerechnet.

PSZ

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