Demokratie

Harald Pohle ist jetzt der Chef im Kreistag

Harald Pohle (69)

Auf seiner ersten Sitzung hatte der neu gewählte Kreistag Prignitz eine Menge Personalfragen zu klären: Wer sollte Kreistagsvorsitzender werden? Wer welchen Ausschuss leiten und wer würde darin mitarbeiten? Ein zeitaufwendiges Prozedere, welches der neue Kreistag aber erstaunlich sachlich und effizient abwickelte.

Zum Kreisparlament gehören stolze 22 Neulinge. Der Frauenanteil ist leider etwas gesunken, dafür ist der Kreistag im Schnitt jünger geworden. Einwände gegen die Gültigkeit der Wahl oder Beschwerden gab es nicht.

Die Sitzung der 47 Kreistagsmitglieder wurde vom scheidenden Kreistagsvorsitzenden Rainer Pickert eröffnet, der dem neuen Gremium nicht mehr angehört, von den Abgeordneten aber für seine überparteiliche Arbeit der letzten 5 Jahre mit viel Beifall verabschiedet wurde. Dann übernahm satzungsgemäß das älteste Mitglied des Kreistages Christian Steinkopf (CDU). Er leitete die Beratungen bis zur Wahl eines neuen Chefs.

Für das höchste Amt im Kreisparlament wurde Harald Pohle (SPD) vorgeschlagen. Seine Partei war nach der Kommunalwahl knapp als stärkste Kraft im Landkreis durchs Ziel gegangen. 119 Stimmen machten am Ende den Unterschied zur zweitplatzierten CDU aus. Bezeichnenderweise schlug der neue Linken-Fraktionsvorsitzende Roland Weber den SPD-Mann als Vorsitzenden des Kreistages vor. Pohle werde „parteiübergreifend Akzeptanz finden“. Er sei in der Lage „den „Achtspänner“ aus sieben Fraktionen und der Kreisverwaltung“ im Interesse der Prignitz zu führen. Das fand breite Zustimmung. Gegenkandidaten wurden nicht nominiert und Harald Pohle erhielt einen großen Vertrauensvorschuss. Es gab keine Gegenstimme gegen den Mann aus Cumlosen, nur 4 Enthaltungen. Ein tolles Ergebnis.

Alles Mitglieder des neuen Kreistages

Zu seinen Stellvertretern wurden Dr. Hans-Gunnar Haufe (CDU) aus Perleberg und Christopher Teschner (Freie Wähler) aus Glöwen gewählt.

Der Kreistag hatte anschließend noch über die Besetzung und Leitung diverser Ausschüsse zu beschließen. Das schafften die Abgeordneten unaufgeregt und ohne größeren Streit. Gute Vorabsprachen zwischen allen Fraktionen trugen hierbei Früchte.

PSZ

 

 

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