Demokratie

Landtag entscheidet über Erhalt des Sadenbecker Stausees als naturnahem Landschaftssee

Der Wasserspeicher vor dem teilweisen Ablassen.

… und danach.

Wassertiefe und Wassermenge wurden verringert.

Kommende Woche wird der Landtag in Potsdam über einen Antrag der Fraktionen von Linken und SPD zum Erhalt des Sadenbecker Stausees entscheiden. Die beiden Fraktionen wollen das Gewässer erhalten und zum „naturnahen Landschaftssee“ umgestalten. Zu den notwendigen Sanierungsarbeiten an der Staumauer und dem bereits erfolgten umfassenden Ablassen des Wassers gab und gibt es kontroverse Auseinandersetzungen. Als Grund führte man „Gefahr im Verzuge“ an. Wirklich nachvollziehen konnten das viele nicht. Kürzlich fand zum Thema eine Infoveranstaltung der zuständigen Landesbehörden in Pritzwalk statt.

In dem nun vorliegenden Beschlussentwurf wird von einem Erhalt des beliebten Stausees ausgegangen. Einige Aufregung erzeugte die drain kurzfristig von einer mittleren Ebene des Ministeriums unerklärlicherweise nach unten gesetzte Mindesttiefe des verbleibenden Gewässers. Würde es so kommen, wären der See und auch die darin lebenden Fische kaum noch lebensfähig.

Engagierte Bürger und vor allem auch der regionale Landtagsabgeordnete Thomas Domres (DIE LINKE) konnten diese veränderten Werte im letzten Moment aus dem Beschlussentwurf entfernen lassen. Der nun angestrebte „Landschaftssee“ ist eine der bei der Informationsveranstaltung vorgestellten Varianten eines sinnvollen Erhalts. Die Wasserfläche wird zwar gegenüber der ursprünglichen verkleinert und die Wassertiefe gesenkt, es bliebe aber ein lebensfähiges Gewässer erhalten. Angler, Naturliebhaber und andere könnten dieses Kleinod weiter nutzen. Die Schäden an der Staumauer würden zu einem akzeptablen Preis vom Land beseitigt. Wie so oft steht jetzt aber erst einmal eine Machbarkeitsstudie an. Hoffen wir das der See bis dahin, auch in Anbetracht der anstehenden Hitzeperiode, nicht „umkippt“ und keine Zukunft mehr hat. Der vorliegende Beschlussentwurf von SPD und Linken ist zumindest ein begrüßenswerter Schritt in die richtige Richtung. Wer später Träger des Landschafstssees sein würde bleibt bislang offen. Ob sich eine neue Regierungsmehrheit nach der Landtagswahl im September noch an den Beschluss gebunden fühlt bleibt offen.

Mehr zum Sadenbecker Stausee >>

PSZ / Fotos: HW und Privat

 

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