Arbeit und Soziales

Die liebe Nachbarschaft – Wie sollte man sich benehmen?

In der jetzt endlich wärmeren Jahreszeit wird manche Aktivität wieder ins Freie verlegt. Dabei kann es natürlich zu Konflikten kommen: Nachbarn als ewiges Ärgernis? Mal bellt der Hund, mal qualmt der Grill, mal kreischen die Kinder, mal nervt der Rasenmäher … Und der Nachbar denkt wahrscheinlich genauso über Sie!

Ein Schwatz über den Gartenzaun oder ein gemeinsames Feierbabendbier können nachhaltig entspannend wirken. Einige Grundregeln nachbarschaftlichen Zusammenlebens hat der Verband der Privaten Bausparkassen zusammengestellt. Wir listen hier einige davon auf:

Kinderlärm

Kinder dürfen laut sein und draußen ebenso spielen wie drinnen. Für sie gilt ein besonderes Toleranzgebot.

Grillen

Im eigenen Garten darf man den Grill anwerfen, so oft man will. Im Prinzip! Liegt der Garten in einer Wohneigentumsanlage, kann das anders sein. Die Anzahl der Grillvergnügen kann hier gerichtlich eingeschränkt werden.

Rasenmäher

Für motorenbetriebene Geräte gilt: Werktags (auch Samstag!) nur zwischen 7 und 19 Uhr, an Sonn- und Feiertagen gar nicht. Da Länder und Kommunen dies verschärfen können, sollte man sich beim zuständigen Ordnungsamt erkundigen. In einigen Bundesländern ist z.B. das Rasenmähen zwischen 13 und 15 Uhr nicht gestattet.

Hundegebell

Gelegentliches Bellen liegt in der Natur des Vierbeiners. Ununterbrochenes Lautgeben jedoch kann, wie vom Amtsgericht Köln entschieden (Az. 130 C275/00) als unzumutbare Belästigung gewertet und das Tier sogar gerichtlich sichergestellt werden, wie beispielsweise in Bremen geschehen (Az. 1 B 215/09).

Party

Vor 22 Uhr ist ein beschweren über die Party des Nachbarn im Garten zwecklos. Danach kann man sich durchaus auf die gesetzlich geschützte Nachtruhe beziehen. Es gilt als zumutbar, dass die Feier ab 22 Uhr ins Haus verlegt werden kann, in der Nacht zu einem Sonn– oder Feiertag kann das auch bis 23 Uhr geschehen.

Aber wie es so ist: Wo es keinen Kläger gibt, da ist auch kein Richter, denn herrscht ein gegenseitiges Einverständnis, dann darf die sommerliche Gartenparty auch mal erst um 3 Uhr enden.

Tipps in Sachen guter Nachbarschaft enthält u.a. die Broschüre „Meine Rechte als Nachbar“ der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen.

ND / Gabi Stephan

 

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