Arbeit und Soziales

„Streichelzoo“ im Hainholz wird zum Streicheltierhof

Marion Schumacher mit den Schafen auf dem Streicheltierhof. Foto: Andreas König/Stadt Pritzwalk

Neue Betreiber wollen Konzept verändern …

Mehr Kontakt zu den Tieren und mehr Gelegenheit, sie zu streicheln – mit diesem Konzept soll der beliebte Streichelzoo im Pritzwalker Hainholz wieder mehr Besucher anziehen. Das kündigt Marion Schumacher vom Verein Natur, Landschaft und Denkmalpflege (NLD) Streckenthin an.

Der Verein hat die Betriebsführerschaft für die Einrichtung zum 1. Januar dieses Jahres übernommen. Gemeinsam mit der Stadt Pritzwalk als Eigentümerin des Areals wurde ein neues Konzept erarbeitet. Damit ändert sich auch der Name. Ab sofort heißt die Einrichtung „Streicheltierhof“.

„Wir beabsichtigen insgesamt sieben Kräfte einzusetzen“, erklärt die Bevollmächtigte des Vorstandes. Die Grundversorgung der Tiere sollen künftig drei Mitarbeiter gewährleisten. Der Verein NLD bekommt die Stellen nach dem Chancen-Teilhabegesetz gefördert. „Vier MAE-Kräfte werden zusätzliche Aufgaben übernehmen, beispielsweise die Freiflächen verschönern und vor allem die zusätzlichen Öffnungszeiten absichern“, sagt Arne Schumacher, der den Einsatz der Mitarbeiter koordiniert.

Bei den Öffnungszeiten hat sich der Verein NLD anspruchsvolle Ziele gesetzt: „In den Sommermonaten bis zum 1. Oktober wollen wir den Streicheltierhof täglich von 9 bis 18 Uhr öffnen“, erklärt Marion Schumacher. In Kraft treten diese Öffnungszeiten ab dem 1. Mai. Doch auch schon vorher steht der Streicheltierhof seinen Gästen offen, wenn auch nicht so lange. Ab dem 1. April ist das von 9 bis 14.45 Uhr der Fall.

Den Besuchern, vor allem den Kindern, möchte der NLD Gelegenheit geben, Tiere zu streicheln. „Dazu eignen sich ja vor allem Meerschweinchen und Kaninchen“, sagt Arne Schumacher. Aus diesem Grund wird für die pelzigen Nagetiere ein neues Freigehege samt dem Eingangsbereich gestaltet. „Das Gehege soll begehbar sein, damit die Kinder die Tiere wirklich streicheln können“, ergänzt Marion Schumacher.

Foto: Arne Schumacher

Mehr Kontrolle will der NLD hingegen bei der Fütterung der Tiere ausüben. „Es geht nicht, dass die Besucher – wenn auch in bester Absicht – wahllos Futter hineingeben“, sagt die Bevollmächtigte des Vorstandes. Das dürfe nur in Absprache mit den Mitarbeitern erfolgen.

Der Bestand im Streicheltierhof beläuft sich derzeit auf 92 Tiere von 21 Arten. Das Spektrum reicht von amerikanischen Zwerghühnern über Höckergänse und Kamerunschafe bis hin zu Zwergziegen. Das Futter für die Tiere stammt zum größten Teil von der Küche der Kita „Tausendfüßler“, der Tafel und dem Lebensmittelmarkt in der Marktstraße.

„Die Bewirtschaftung eines Streicheltierhofs ist für unseren Verein Neuland“, räumt Marion Schumacher ein. Daher wolle man zunächst einmal „das, was da ist, vernünftig bewirtschaften“, erklärt sie. Einen ersten Eindruck vom Neuanfang können sich Besucher am 1. Mai verschaffen. Für diesen Tag lädt der Verein NLD zu einem Tag der offenen Tür in den Streicheltierhof ein. „Es gibt eine Überraschung für die ersten zehn Besucher“, sagt Arne Schumacher. Es lohnt sich also, pünktlich um 10 Uhr am Streicheltierhof im Hainholz zu erscheinen.

Andreas König / Foto (1)

 

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