Die Linke.Pritzwalk

Bürger und Politik fordern den Ausbau der B107

 

295 Kilometer lang ist die Bundesstraße 107 zwischen dem sächsischen Chemnitz und der Stadt Pritzwalk. Ausgerechnet die letzten etwa 7,5 Kilometer bis zum südlichen Ortseingang von Pritzwalk sind die gefährlichsten. Die Fahrbahnbreite misst dort an den engsten Stellen weniger als sechs Meter, Standard für eine Bundesstraße sind 7,50 Meter.

Das hat zur Folge, dass Begegnungsverkehr selbst zwischen Pkw zur Zitterpartie wird. Größere Fahrzeuge wie Lastwagen oder Traktoren können kaum aneinander vorbeifahren.

Immer wieder kommt es auf diesem Teilstück zu Unfällen. Ihre Zahl ist in den vergangenen Jahren gestiegen. Gab es im Jahr 2014 acht Unfälle mit einer verletzten Person, wuchs der traurige Wert auf 24 Unfälle mit einer verletzten Person im Jahr 2017. Auch in diesem Jahr reißt die Serie nicht ab. Erst im Februar wurde bei einem Verkehrsunfall ein Kind verletzt.

Hinzu kommen die höchstens sporadischen Instandhaltungsbemühungen der vergangenen Jahre. Der Zustand der Straße verschlechtert sich wegen der zu geringen Breite und der Belastung durch Schwerlastverkehr zusehends. Nicht zu zählen sind die vielen ramponierten Außenspiegel, die aus dem zu geringen seitlichen Sicherheitsabstand resultieren.

„Das ist ein unhaltbarer Zustand“, kritisiert der Pritzwalker Bürgermeister Dr. Ronald Thiel. Die politischen Akteure der Stadt und die Anwohner des Ortsteils Mesendorf fordern einen normgerechten Ausbau der Strecke, damit die B107 den Namen „Bundesstraße“ auch verdient. Der Landtagsabgeordnete Jan Redmann (CDU) will den Landtag für die Forderungen der Bürgerinnen und Bürger sensibilisieren.

Für die Sicherheit der Radfahrer wäre zudem ein straßenbegleitender Radweg nötig. Der Landesbetrieb Straßenwesen des Landes Brandenburg hält den Bau eines Radweges erst für machbar, wenn auch die B107 selbst ausgebaut wird. Wann das geschehen soll, ist bisher nicht abzusehen.

Sowohl Kommunal- und Landespolitiker als auch Bürger fordern daher, dass dieses gefährliche Nadelöhr beseitigt wird.

Quelle: Stadt Pritzwalk / Andreas König, Foto (1)

 

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