Feuerwehr

Freiwillige Feuerwehr Pritzwalk zog Jahresbilanz 2018

Ortswehrführer Zechser und seine Stellvertreter Köpcke und Blohm (v.l.n.r.)

Gut besuchte Jahreshauptversammlung.

Auch die Gäste ergriffen das Wort.

Der neue Kommandowagen.

Es war ein ereignisreiches Jahr, welches hinter den 79 Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Pritzwalk liegt. Am Freitag traf man sich zur Jahreshauptversammlung im Feuerwehrgerätehaus an der Havelberger Straße. Zahlreiche Gäste hatten die Einladung angenommen. So waren der Kreisbrandmeister, der Leiter des Feuerwehrtechnischen Zentrums, Vertreterinnen der örtlichen Polizei, der Bürgermeister mit fast der gesamten Verwaltungsspitze und die Vertreter der meisten Fraktionen im Stadtparlament erschienen.

Ortswehrführer Adrian Zechser gab einen detaillierten und aufschlussreichen Bericht über die Leistungen der hiesigen Kameraden und sparte auch nicht mit klaren Worten über das, was man in Zukunft an öffentlicher Unterstützung erwartet. Aus den Bereichen Ausbildung, Technik und Jugendfeuerwehr folgten die spezifischen Ergänzungen. Von den gegenwärtig 79 Feuerwehrleuten (etwas weniger als im Vorjahr) sind 54 im aktiven Dienst, davon 5 Frauen. In der Kinder- und Jugendfeuerwehr wirken 14 Mitglieder im Alter von 6-10 Jahren mit. Zur Seniorengruppe gehören 13 Kameraden. Deren Leitung übernahm jetzt der „Neuruheständler Peter Gronau.

Die FFW Pritzwalk mußte 2018 zu insgesamt 114 Einsätzen ausrücken. Schwerpunkt waren dabei die Monate Juli, August und Oktober. Zur Erhöhung der Einsatzzahl (+13) trugen die lange Trockenperiode im letzten Jahr und die daraus resultierenden Feldbrände bei. Interessant war auch die Auflistung der Einsatzzeiten: Zwischen 18 und 6 Uhr gab es 38 Einsätze, 76 mal mußte man tagsüber ausrücken. Zu den Alarmierungsgründen gehörten 63 Brände (plus 27 gegenüber dem Vorjahr), 51 technische Hilfsleistungen, 10 Auslösungen von Brandmeldeanlagen und 10 überörtliche Einsätze. Zu letzteren gehörte auch die Unterstützung der Löschmaßnahmen beim großen Waldbrand bei Treuenbrietzen und Jüterbog.

Die Absicherung der laufenden Einsatzfähigkeit ist immer mehr eine Herausforderung für unsere Feuerwehr. Man hat aus territorial benachbarten Ortsfeuerwehren in Verbindung mit der städtischen Wehr vier Einsatzeinheiten gebildet. Je nach Ort des Einsatzes werden diese jetzt gemeinsam alarmiert. Ortswehrführer Zechser betonte, dass man bei steigenden Einsatzzahlen die Aufgaben mit der rein ehrenamtlich wirkenden Feuerwehr nicht ewig zufriedenstellend erfüllen könne. Die erfolgte Schaffung einer Stabsstelle Feuerwehr direkt beim Bürgermeister sei ein guter erster Schritt. Es müsse aber mehr folgen. Die Einbindung städtischer Bediensteter in die Feuerwehr müsse ausgebaut werden.

Adrain Zechser sprach auch konkrete Wünsche der Kameradinnen und Kameraden an und gab das den politischen Vertretern mit auf den Weg. Das Ehrenamt und der Dienst in der Feuerwehr müsse zukünftig mit mehr Anreizen gefördert werden. So gäbe es ganz einfache Möglichkeiten um den Feuerwehrleuten entgegen zu kommen. Man könne ihnen z.B. bei Verwaltungsgebühren für städtische Dienstleistungen entgegen kommen. Auch kostenfreier Zugang zu Schwimmbad- und Fitnessstudiobenutzung sei eine Möglichkeit. Ein lukrativer Schritt wäre für Zechser, wenn seine Feuerwehrkameraden bei den Kitagebühren für ihre Kinder entlastet würden.

Über eine kürzliche Begebenheit hatten sich die Feuerwehrleute besonders gefreut: Nach einem Unfalleinsatz vor einigen Wochen auf der Bundesstraße bei Eggersdorf war die davon betroffene Familie zur Feuerwehr gekommen und hatte sich bei den Kameradinnen und Kameraden mit einem kleinen Geschenk ausdrücklich bedankt. Eine schöne Geste!

Einige Gäste richteten nach den fälligen Auszeichnungen und Beförderungen kurz das Wort an die Versammlung. Bürgermeister Thiel betonte, dass die Stadt und alle politischen Gruppen klar und deutlich hinter der Feuerwehr stünden. Was finanziell möglich sei, werde man tun. Eine angenehme Überraschung hatte er auch noch parat: In der Fahrzeughalle stand das nagelneue Einsatzführungsfahrzeug, das sein in die Jahre gekommenes Vorgängermodell bald ersetzen wird. Es ist technisch auf dem neusten Stand und kann zur Koordinierung der Einsatzkräfte bei Einsätzen genutzt werden.

Die Jahreshauptversammlung wurde durch ein leckeres gemeinsames Essen, geliefert durch die Landküche Meyenburg, und ein anschließendes gemütliches Beisammensein abgerundet.

Hartmut Winkelmann / Fotos (4): FFW Pritzwalk

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