Land & Bund

43 Millionen deutsche Führerscheine laufen ab: Was Betroffene jetzt wissen müssen

 

Es trifft fast jeden: Wegen einer EU-Richtlinie müssen 43 Millionen Deutsche in den nächsten Jahren aufs Amt und ihren Führerschein umtauschen. Nur wenige Jahrgänge sind von der Pflicht ausgenommen.

Es ist eine gewaltige Umtauschaktion und für die deutschen Behörden eine riesige Herausforderung: 43 Millionen Führerscheine in Deutschland laufen ab. Das heißt: Ihre Inhaber müssen zum Amt und eine neue Fahrerlaubnis beantragen. Dabei geht es nicht nur um die klassischen grauen „Lappen“ und die rosafarbenen EG-Führerscheine, sondern auch um neue Führerscheine im Scheckkartenformat.

Laut ADAC muss jedes Führerscheindokument, das vor dem 19. Januar 2013 ausgestellt worden ist, in den kommenden Jahren umgetauscht werden. Grund ist eine EU-Richtlinie aus dem Jahr 2006. Damals beschlossen das Europäisches Parlament und der Europäische Rat, ab 2033 europaweit einheitliche Führerscheinkarten einzuführen, die fälschungssicher sein sollen und eine begrenzte Gültigkeitsdauer haben.

Betroffene müssen 25 Euro Bearbeitungsgebühr zahlen
Die gute Nachricht für alle Betroffenen: Die Fahrerlaubnis als solche behält die Gültigkeit. Nur das Führerscheindokument muss ausgetauscht werden. Eine neue Führerscheinprüfung ist also nicht nötig. Die schlechte Nachricht: Der Antrag auf Umtausch kann nur persönlich gestellt werden. Das heißt jeder, der weiter hinterm Steuer sitzen will, muss zu Amt – und etwa 25 Euro Verwaltungsgebühr berappen.

Scheckkartenführerscheine sind später dran
An diesem Freitag berät der Bundesrat in Berlin darüber, wie die riesige Umtauschaktion so über die Bühnen gehen kann, dass weder Autofahrer noch Behörden die Nerven verlieren. Um Chaos zu vermeiden, schlägt der Verkehrsausschuss eine Staffelung der Umtauschfristen nach Geburtsjahrgängen vor. Als erstes wären demnach die Geburtsjahrgänge 1953 bis 1958 dran, die ihren Führerschein bis zum 19. Januar 2022 getauscht haben müssen. Die Geburtsjahrgänge 1959 bis 1964 hätten bis 2023 Zeit, die Jahrgänge 1965 bis 1970 ein Jahr länger. Wer nach 1971 geboren wurde, müsste seinen Führerschein bis zum 19. Januar 2025 umgetauscht haben.

Für Scheckkartenführerscheine, die nach dem 1. Januar 1999 ausgestellt worden sind, gelten andere Fristen. Hier soll nicht mehr das Geburtsjahr, sondern das Jahr der Ausstellung für den Umtauschfrist entscheidend sein. Führerscheine, die von 1999 bis 2001 ausgestellt worden sind, müssen bis 2026 umgetauscht werden. Danach geht es in Dreierschritten weiter. 2033 soll der Massenaustausch abgeschlossen sein.

Glück haben übrigens alle, die vor 1953 geboren worden sind. Sie sollen von der Umtauschpflicht bis 2033 ausgenommen sein. Der Bundesrat muss der Regelung allerdings erst noch zustimmen.

Quelle: Märkische Allgemeine Zeitung

 

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