Familie

Zweiter Kinosaal wird Kulturhaus aufwerten

Kulturhaus „Erich Weinert“ und Umfeld erhalten neuen Schliff.

Bisher leidet Pritzwalks Kino darunter, dass mit nur einem einzigen Kinosaal oft die neusten und attraktivsten Filme erst verspätet bei uns zu sehen sind. So sind die Regeln der Filmbranche. Dagegen soll jetzt etwas getan werden. Im Untergeschoss des Kulturhauses, auf der Ebene, wo heute die Garderobe angesiedelt ist, wird nach den Planungen der Stadt ein zweiter Vorführsaal entstehen. Er wird 24 Sitzplätze umfassen (Der erste Kinosaal im Obergeschoß hat ca. 100 Plätze). Damit können dann auch verschieden Filme am gleichen Tag gezeigt werden.

Diese Erweiterung ist ein Teil der Ausbauplanung für einen „Kultur- und Bildungspark Kietz“. Dieser umfasst das Kulturhaus, die Stadtbibliothek und die umliegenden Freiflächen. In den ersten beiden Bauabschnitten wird die Qualität der Angebote des Kulturhauses erhöht, z.B. durch Verbesserungen beim energetischen Zustand des Gebäudes, den elektrischen Anlagen – wie Sicherheitssystemen, Beleuchtung und Beschallung. Der Keller wird ausgebaut, u.a. mit dem oben beschriebenen zweiten Kinosaal.

Eine generelle Verbesserung der ersten Bauabschnitte betrifft die Barrierefreiheit im Kulturhaus. Ein außen angebauter Fahrstuhl wird alle Ebenen des Hauses auch für Menschen mit Handicaps problemlos erreichbar machen. Ein guter und wichtiger Schritt!

In den folgenden Bauabschnitten wird es Verbesserungen an der in die Jahre gekommenen Stadtbibliothek geben. Außerdem ist in Planung die Außenanlagen rings um Kulturhaus und Bibliothek, samt Parkplätzen und Busanreisemöglichkeiten zu modernisieren.

Der jetzige, sehr schöne Kinosaal im Kulturhaus wird einen „kleinen Bruder“ bekommen.

Insgesamt ein ehrgeiziges Vorhaben, aber durchaus sinnvoll für die Steigerung der Attraktivität unserer Stadt. Das Ganze wird natürlich auch einiges kosten. Bislang sind insgesamt 1,6 Millionen Euro vorgesehen, wovon ein größerer Teil – wie jetzt beantragt – aus EU-Fördermitteln über das LEADER-Programm finanziert werden soll. Alles in Allem wird die Summe aber wohl eher etwas höher ausfallen, allerdings nicht nach den „Vorbildern“ BER, Stuttgart 21 oder Elbphilarmonie! Die Gesamtarbeiten sollen 2024 abgeschlossen sein.

Der Stadtentwicklungsausschuss stimmte diesen Plänen am Dienstag zu. Endgültig entscheidet darüber das Stadtparlament am 27.02. – Tagungsort ist dann genau das betroffene Kulturhaus.

Hartmut Winkelmann

 

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