Arbeit und Soziales

Gute Grundlagen für die Zukunft

Können auf eine gute Entwicklung am Arbeitsmarkt durch intensive Zusammenarbeit verweisen: Cornelie Schlegel, Torsten Uhe und Gordon Werber (v.l.). Foto: Landkreis Prignitz

Landkreis, Jobcenter und Arbeitsagentur konstatieren gute Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt …  

Die Prignitz kann auf eine positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt verweisen. Die Arbeitslosigkeit lag im Dezember 2018 bei 7,5 Prozent und fiel damit um 0,7 Prozent zum Vorjahresmonat. „Damit liegen wir unter der Quote von Berlin“, verglich Landrat Torsten Uhe. „Das ist eine gute Grundlage für die Zukunft“, führte er weiter aus.

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) je Erwerbstätigen lag 2016 bei 55 013 Euro, im Bundesschnitt bei 72 402 Euro. Im Vergleich zu 2011 ist das BIP je Erwerbstätigen in der Prignitz um 13.4 Prozent und im Bundesschnitt um 11,4 Prozent angestiegen. „Die Prignitz nimmt eine richtig gute Entwicklung, was sich auch in neuen Arbeitsplätzen abbildet“, so Cornelie Schlegel, Leiterin der Neuruppiner Arbeitsagentur. Diese dynamische Entwicklung seit Jahren sei Ausdruck einer guten Zusammenarbeit zwischen Arbeitsagentur, Landkreis und Jobcenter. Sie erinnerte daran, dass die Arbeitslosenquote seit Oktober 2016 kontinuierlich unter 10 Prozent gehalten wird.

Zentrale Frage sei, so Schlegel, wie die Zukunftsfähigkeit der Region auch über den Ausbildungsmarkt gesichert werden kann. „Wir müssen kreativer werden, zum Beispiel über Verbundausbildungen von mehreren Unternehmen“, sagte sie.

Zehn Prozent aller Schulabgänger haben keinen Schulabschluss. Auf dieses Problem verwies Gordon Werber, Geschäftsführer des Jobcenters Prignitz. Diese Quote müsse gesenkt werden, meinte er, die Schüler fehlten am Arbeitsmarkt. Der Bundesdurchschnitt liegt bei 5,5 Prozent. Denkbar wären frühe Hilfsangebote, damit die Schüler ihren Abschluss bekommen und die Unterstützung bei einer fundierten Berufswahl, so Schlegel.

Landrat Uhe verwies darauf, dass in den letzten Jahren 19 Ausbildungsberufe am Oberstufenzentrum Prignitz abgegeben worden sind, drei Fächern droht, sie abgeben zu müssen. „Der Ausbildungsort ist entscheidend für den späteren Arbeitsort“, mahnte Uhe. Diese Problematik sei auch auf der Kabinettsitzung der Landesregierung vor Ort in Perleberg eindringlich angesprochen worden.

Besonders Langzeitarbeitslose profitierten von der guten Entwicklung am Arbeitsmarkt. Innerhalb von fünf Jahren hat sich die Anzahl der Langzeitarbeitslosen fast halbiert.

Mit dem Jobscout Projekt Rettungssanitäter ist es gelungen, 30 motivierte Menschen für eine neue Ausbildung zu gewinnen, die bereit waren, sich zu verändern. Gordon Werber spricht von einer „einzigartigen Kooperation des Jobcenters mit den Partnern bis hin zum Ausbildungsträger“, in deren Ergebnis es gelang, sieben Menschen in ein festes Arbeitsverhältnis zu integrieren. Zukünftig werden die Jobscout-Projekte weiterhin nachfrageorientierte Qualifizierungen bieten.

Aktuell sind knapp 1000 Flüchtlinge mit dem Anerkennungsstatus im Jobcenter registriert, die genauso betreut werden wie andere. 60 Prozent von ihnen sind erwerbsfähig. Die Integration in Arbeit und Ausbildung gelinge im Zeitverlauf immer besser, so Werber. Unternehmen der Region zeigten weiterhin ihre Bereitschaft, sich diesem Personenkreis zu öffnen. In den vergangenen 11 Monaten konnten 127 Menschen dabei in Arbeit gebracht werden.

Quelle: Landkreis Prignitz

 

 

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