Arbeit und Soziales

MAZ berichtet: CDU-Fraktionschef soll Wohnungsbaugesellschaft übernehmen

Michael Ballenthin (li.) und Ronald Thiel

„Die Spatzen pfeifen es von den Dächern“ schreibt die MAZ in ihrer heutigen Ausgabe. Michael Ballenthin, Fraktionsvorsitzender der CDU in der Pritzwalker Stadtverordnetenversammlung, soll neuer Geschäftsführer der Wohnungsbaugesellschaft (WBG) werden. Die WBG ist eine 100prozentige Tochter der Stadt. Die bisherige Geschäftsführerin Ellen Prill wird das Unternehmen zum Jahresende verlassen. Deshalb war die Gesellschaft auf der Suche nach einem Ersatz. Bürgermeister Thiel ist Aufsichtsratsvorsitzender der WBG. Der Aufsichtsrat selbst setzt sich aus insgesamt sechs Stadtverordneten aller Fraktionen zusammen.

Wie aus dem Pressebericht zu erfahren ist, hat ein Auswahlverfahren unter externer Aufsicht stattgefunden. Dabei habe sich, auch mit deutlicher Befürwortung durch den Bürgermeister, Michael Ballenthin als Favorit herausgestellt. Erstaunlich ist die Tatsache, dass „die Personalie angeblich bereits Mitarbeitern der Wohnungsbaugesellschaft mitgeteilt wurde“, so die MAZ. Der Aufsichtsrat selbst habe aber überhaupt noch keine Entscheidung getroffen. Das wäre dann wirklich äußerst bedenklich.

Eine besondere Note bekommt die Favorisierung Ballenthins durch die Tatsache, dass dieser zu den ersten und aktivsten Unterstützern Thiels im vergangenen Bürgermeisterwahlkampf gehörte und wohl auch sehr gut mit ihm persönlich befreundet ist.

Die mit dem heutigen Zeitungsartikel einer breiteren Öffentlichkeit bekannt gewordene Personalie hat bereits am Morgen zu teils empörten Reaktionen geführt. Auch bei uns in der Redaktion meldeten sich Bürgerinnen und Bürger. Das Telefon klingelte in dieser Angelegenheit mehrfach.

Sollte der Aufsichtsrat Michael Ballenthin zum Geschäftsführer der WBG berufen, stünde sicherlich auch die Frage des Umgangs mit dessen kommunalpolitischem Mandat. Als Stadtverordneter wäre er indirekt die oberste Kontrollinstanz für die städtische Unternehmenstochter. Das Stadtparlament bestimmt die Mitglieder des Aufsichtsrates. Das wäre mit Sicherheit ein Interessenkonflikt.

Michael Ballenthin war in den letzten Jahren in diversen Unternehmen der Region beschäftigt.

Hier geht es zum MAZ-Artikel „Thiels Bube könnte stechen“ >>

PSZ

 

 

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