Landwirtschaft und Umwelt

Eine anrüchige Sache

LESERPOST:

„Sehr geehrte Damen und Herren der Lokalredaktion, im MAZ-Artikel vom 23.10. gibt Her Puls leider  keine überzeugende Antwort zur Beschwerde über die Geruchsbelästigung durch das Klärwerk. Sein „Kläranlagen arbeiten nie ganz geruchslos“ kann den penetranten Gestank nicht rechtfertigen und die Dorfgemeinschaft beruhigen. Mit meiner Leserpost möchte ich  zur Klärung der Problematik beitragen, zumal Herr Puls im Beitrag „versichert, für Anfragen zu dieser Problematik jederzeit ein offenes Ohr zu haben“. “

Hier gehts zum MAZ-Artikel >>

Jörg Schilling meint dazu: „Zu allen Jahreszeiten liegt übler Geruch über Schönhagen. Er belästigt die Dorfgemeinschaft massiv und mindert so derer Lebensqualität erheblich. Seit mehr als zwei Jahren wird das Dorf wieder seinem früheren Spitznamen „Stinkhagen“ gerecht. Mal stinkt es nach Fäkalien, mal nach Lösungsmitteln, mal nach Undefinierbarem – je nach Windrichtung von übel bis widerlich. Erhebliche Belästigungen der Nachbarschaft müssen nach § 4  Bundesimmissionsschutzgesetz jedoch vermieden werden. Also besteht dringender Handlungsbedarf.

So stellen sich folgende Fragen nach den Quellen des Gestanks:

– Ist die Kapazitätsgrenze der Kläranlage erreicht oder schon überschritten?
– Sind die Reinigungsstufen ausreichend und dem Bedarf angepasst oder schon verschlissen?
– Werden die angefahrenen Befüllungen so gründlich überprüft, dass kein bestimmungsfremder Abfall entsorgt oder gar Sondermüll verklappt wird?
– Können nicht bestimmungsgemäße Substanzen in den Klärprozess gelangt sein, wenn es nach Chemie riecht?
– Muss nicht im Vollzug des § 4 BundesImmissionsschutzGesetzes die Anlage mit einer Kuppel versehen werden zum Abfangen, Filtern und Neutralisieren von Gasen, Dämpfen, Aerosolen und   Geruchsstoffen, um die Dorfgemeinschaft vor schädlichen Umwelteinwirkungen und der erheblichen Geruchsbelästigung zu schützen?

Nachfragen bei anderen Kläranlagen ergaben, dass es mal bei besonderen Reinigungsverfahren stinken könnte. Bei permanentem Gestank müsste jedoch ein Verfahrensfehler vorliegen. Besonders aufgebracht sind deshalb die Anlieger des Petersilienweges. Unverständnis besteht weiterhin bei Neubürgern, wie der Bau einer Kläranlage so dicht am Dorfrand genehmigt werden konnte.

Jörg Schilling, Schönhagen (SPD-Stadtverordneter)

Berufsschullehrer i.R., Jahrgang 1942

 

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