Bildungsarbeit

Fahrradsternfahrt zur Gedenkstätte Todesmarsch im Belower Wald

Am 14. 9 2018 fand zum 14. Mal die Gedenktour zur Belower Wald statt. SchülerInnen der Freiherr – von-Rochow- Oberschule, des OSZ und des Goethe-Gymnasiums in Pritzwalk fuhren die ca. 27 km lange Strecke zur Gedenkstätte. (Wir berichteten). Die Strecke führt teilweise über gleichen Wege, wie auch der Todesmarsch Ende April 1945.

Auch SchülerInnen vom Gymnasium Wittstock waren ebenfalls mit dem Fahrrad angereist. Die Leiterin der Gedenkstätte, Frau Lange, führte durch die Open-Air-Ausstellung, Frau Zillmann durch den Wald. Noch heute finden sich dort viele Spuren wie Einritzungen, Reste von Draht oder fehlende Baumrinde. Die Häftlinge versuchten sich u.a. davon zu ernähren. Vom 23. Bis zum 29.4. 1945 mussten 16000 bis 18000 Häftlinge in dem Wald lagern, umstellt von einer Postenkette der SS. Dann wurden die Häftlinge Richtung Parchim –Schwerin weitergetrieben. Zwischen dem 2. Und 4. Mai 1945 wurden die Häftlinge von amerikanischen und sowjetischen Soldaten befreit.

Gerade angesichts der jüngsten ausländerfeindlichen Vorfälle, dem verharmlosen bzw. leugnen der Verbrechen des Nationalsozialismus, den unerträglichen Provokationen insbesondere von Seiten der AfD, ist die Beschäftigung mit dem Nationalsozialismus von großer Bedeutung. Die Gedenkstätte zeigt sehr deutlich, wozu Rassismus, Antisemitismus und Nationalismus führen können. Zu den aktuellen Entwicklungen (Chemnitz, Dresden, NSU, dazu das Handeln der Behörden usw.) fällt mir der Satz ein: „Wehret den Anfängen“.

Die Gedenkstätte ist einen Besuch wert. Mit dem PKW ist sie von Wittstock Richtung Röbel gut zu erreichen. Ca. 1 km nördlich von Alt Daber links abbiegen. Das Museum ist ausgeschildert.

Abschließend möchte ich mich bei den SchülerInnen, den Kollegen, den beteiligten Schulen und insbesondere bei der Stadt Pritzwalk für die Teilnahme, Kooperation und Unterstützung sehr herzlich bedanken.

Jürgen Jonker / Fotos (2)

 

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