Arbeit und Soziales

Jugendliche diskutierten über Europa und unsere Region

Die Berlin-Brandenburgische Landjugend hatte in Kooperation mit dem Bildungszentrum Schloß Trebnitz Jugendliche aus unserer Region zu einer Diskussionsrunde zu den Themen Europa und unsere Region aufgerufen. Es kamen etwa 15 junge Leute aus Kyritz, Pritzwalk, Perleberg, Nauen und Wittenberge in den Pritzwalker Jugendklub Nord.

Es war erfreulich, wie engagiert und mit welch vielfältigen Ideen die jungen Gäste in die Gespräche gingen. In Form eines WorldCafes mit wechselnden Besetzungen an thematisch gegliederten Tischen standen u.a. die Themen „Bildung verbessern in der Region“ oder „Wie kann im europäischen Rahmen für mehr sozialen und wirtschaftlichen Ausgleich gesorgt werden?“ zur Debatte. Die jungen Teilnehmer redeten weitestgehend untereinander, mußten sich keine langen Vorträge von Älteren an hören. Das war gut so! Immer war der Blick natürlich auch auf die Situation in der Region gerichtet. An den einzelnen Thementischen wurden eine Vielzahl von Ideen und Hinweise der Jugendlichen gesammelt. Am Ende stand eine Vorstellung der zusammengetragenen Punkte in der großen Runde. An dieser nahmen auch die SPD-Landtagsabgeordnete Ina Muhß, Pritzwalks Bürgermeister Ronald Thiel und in Vertretung der leider verhinderten Bundestagsabgeordneten Dr. Kirsten Tackmann (DIE LINKE) deren Wahlkreismitarbeiter Hartmut Winkelmann teil.

Drei Diskussionspartner aus dem politischen Raum waren dabei. Foto: A. König

Insgesamt redeten die Teilnehmer und Teilnehmerinnen stolze vier Stunden miteinander. Langweilig wurde es nie. Die unterschiedlichen Ansätze, Ideen und Erfahrungen der jungen Leute boten immer wieder neuen Gesprächsstoff. Die Landtagsabgeordnete Ina Muhß wies beim Thema Ausbildung, Praktika etc. auf verschiedene vorhandene Möglichkeiten auf Landesebene hin, bei denen auch europäische Fördermittel verwendet würden. Sich zu informieren, miteinander zu reden sei immer wieder wichtig.

Bürgermeister Thiel hob die Entwicklungsmöglichkeiten hier vor Ort hervor. Es gäbe eine Menge Chancen hier eine gute Ausbildung und ordentlich bezahlte Jobs zu finden. Fachkräfte würden händeringend gesucht.

Hartmut Winkelmann, der auch Kreistagsmitglied und Stadtverordneter hier in Pritzwalk ist, meinte das vor allem die bessere Erreichbarkeit der Bildungseinrichtungen per Bus und Bahn sowie deren Ausstattung mit modernen Medienverbindungen das A und O für den Erfolg seien. Er kritisierte, dass z.B. beim Breitbandausbau vom Bund viele vollmundige Erklärungen, aber wenige praktische Fortschritte kämen. Europaweite Ausschreibungen bei Auftragsvergaben seien zwar gut, nähmen aber unheimlich viel Zeit in Anspruch – Zeit die beim Thema Neue Medien immer sehr knapp bemessen sei.

Thiel und Winkelmann verwiesen auf die neuen Pritzwalker Möglichkeiten im Rahmen des Bürgerhaushaltes. Hier können Antragsteller ab 14 Jahren ihre Ideen zur Verbesserung des Zusammenlebens im ländlichen Raum bis zu einem Kostenpunkt von max. 5.000 Euro einbringen. Das brächte gerade auch für junge Leute die Chance sich wirksam zu beteiligen.

Die Veranstaltung war wirklich gelungen. Es war erstaunlich, wie oft richtig gute Ideen geäußert wurden. Keiner der Anwesenden stellte die Notwendigkeit einer europäischen Kooperation in Frage. Ein primitives Zurückziehen auf nationalistische Positionen war für niemanden eine Option. Zuletzt sprachen sich viele Teilnehmer dafür aus, dieses Gesprächsformat in irgendeiner Weise zu verstetigen.

PSZ

 

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