Familie

Wieder mal Störungen beim neuen Kabelfernsehen

„Das einzigste, was bei denen funktioniert, ist das Abbuchen!“ schimpfte ein Rentner gestern gegenüber unserem Reporter. Er war nicht der Erste, der sich über die wiederholten Senderausfälle beim neuen Kabelanbieter der Wohnungsbaugesellschaft aufregte. Erst hieß das Unternehmen pepcom, dann noch anders und jetzt bekommt der Abonnent Rechnungspost von einer Firma PYUR. Es scheint wirklich so, als wenn dort mehr Energie in die Neufirmierungen und die Gebühreneinzugsprozeduren investiert wird, als in den technischen Service.

Bei den Beschwerden handelt es sich nicht nur um Bagatellen oder einmalige Vorkommnisse. Unsere Reporter testete es beim eigenen heimischen Empfang: Tatsächlich! Ohne erschtlichen Grund sind seit einigen Tagen ein knappes Drittel der herkömmlichen Sender nicht mehr zu empfangen. „Kein Signal vorhanden“ vermeldet der heimische Bildschirm, wenn man auf die zuvor funktionierenden Sendeplätze schaltet. Nein, mit der kürzlichen Umstellung einiger Sender auf HD hat das auch nichts zu tun, waren die programmierten TV-Stationen doch schon vorher in HD-Qualität gesendet worden.

Derartige Störungen kamen in den letzten Monaten immer wieder vor. Seitdem damals pepcom im Januar diesen Jahres die Kabelversorgung mit neuen und leistungsfähigeren Glasfaserkabeln für die Mieter der Pritzwalker WBG übernommen hat, gab es immer wieder Beschwerden. Erst ließen ein paar Schneeflocken das Bild verschwinden (Man stellte anschließend fest, das an der Empfangsstation neben dem Jugendfreizeitclub Nord keinerlei Vorkehrungen für die durchaus einmal im Winter vorkommenden Schneeflocken getroffen waren!). Auch etwas heftigere Winde ließen die Bildschirme bei Hunderten von Nutzern schwarz bleiben.

Reaktion der Betreiber? Nichts bekannt! „Ich hab die Nase voll! Egal wie oft man versucht jemanden von denen ans Telefon zu bekommen und eine kompetente Antwort zu erhalten, es kommt nichts dabei raus, außer Vertröstungen.“ Der oben genannte Senior ist spürbar sauer. „Bloß was sollen wir machen? Ein Wechsel zu einem anderen Anbieter ist ja nicht so einfach möglich.“

Die damalige Stadtführung bestand 2017 vehement auf dem Wechsel von der heimischen Firma, mit der man langjährig eigentlich durchweg gute Erfahrungen gemacht hatte, auf eine neue, die bundesweit agierte. Schon damals waren Probleme mit der Zuverlässigkeit und Kundenfreundlichkeit des neuen Vertragspartners bekannt. Man musste nur einmal die Service- und Kommentarseiten im Internet aufrufen. Darüber gingen die Verantwortlichen aber mit Nachdruck hinweg. Bei den öffentlich verkündeten Preismodellen der pepcom stellten sich zudem so einige Überraschungen heraus. Es kamen oft zusätzliche Kosten für Router und letztlich doch notwendige Umbaumaßnahmen bei den einzelnen Nutzern heraus. Die Folgen baden jetzt die Mieter der WBG aus.

Es ist wohl an der Zeit, das sich die heutigen Entscheidungsträger in der Stadt und der WBG dieses Problems ernsthaft annehmen. So geht es nicht weiter! Sicherlich können bei so einem technischen Großprojekt immer gewisse Anfangsprobleme auftauchen. Doch hier scheint manches mit einer sehr heißen Nadel gestrickt worden zu sein. War das nicht vorauszusehen?

PSZ

Nach der Veröffentlichung dieses Artikels melden sich immer mehr Kunden des neuen Anbieters und erzählen uns von sehr ähnlichen Problemen. Als Beispiel zitieren wir hier einen Pritzwalker, dessen Namen der Redaktion bekannt ist, der aber hier nicht genannt wird.

Ich hoffe das die WBG handelt und diesen Verein pepcom (pyur) los wird. Ich bereue es gewechselt zu sein. Nicht mal das Abbuchen klappt, mal 22 Euro, mal 31 Euro, mal 38 Euro, jetzt in diesem Monat 48 Euro! Wie kann bei einer Flat zum festen Preis immer was anderes abgebucht werden? Seit 1,5 Monaten warte ich auf meine neue Kundennummer – es kommt nichts! Internetausfall vor kurzem halb 8 Uhr morgens. Grosse Firmen wie 1&1 regeln Störungen in 2-3 Std.. Abends um 23 Uhr haben sie es geschafft über 12 stunden um 1 störung zu beheben. Den Router muß man jede woche 2mal neu starten, weil er abstürzt und wenn man anruft hat man das Gefühl man ist in einen x beliebigen Call Center, in dem keiner was weiss. Mittlerweile würd ich meine Seele verkaufen; um zu meinem alten anbieter zu wechseln! Die Härte: Hab ein halbes jahr lang eine Gutschrift wegen dem Wechsel des Anbieters. Ich warte seit Februar drauf. Ich kann nur jedem raten die Finger davon zu lassen!“

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