Arbeit und Soziales

Kaum zu glauben, aber leider wahr

LESERPOST

Streichelzoo im Hainholz soll schließen (Wir berichteten)  …

Mit Befremden und ungläubig las ich in der Zeitung, daß der bisherige Streichelzoo im Pritzwalker Hainholz zum Jahresende schließen soll. Kein Personal und keine Geldmittel mehr für das seit längerem schon von besonders vielen einheimischen Familien und vor allem Kindern lieb gewonnene Tiergehege, heißt es. Dabei können sich die Besucherzahlen mit 4.000 Gästen im Jahr 2017 durchsaus sehen lassen.

Interessante Tierbekanntschaften, wie mit dem stattlichen Eber „Rudi“, den zutraulichen Wachbären, den etwas scheuen Rotfüchsen, den flinken possierlichen Frettchen sowie den aufgeregt und lautstark im Eingangsbereich postierten Empfangskomitee der Höckergänse, zahlreichen Alt- und Jungkaninchen und noch vielen anderen, warten hier stets auf ihre Besucher. Hinzu kommt auch noch das Dammwildgehege mit seinen 15 imposanten Tieren. Ein kleines, anschauliches, tierisches Wildbiotop, welches schon seit Jahr und Tag zur Stadt Pritzwalk und der schönen Hainholzidylle gehört und in jahrelanger, mühevoller Arbeit entstand. Schon Anfang der 90er Jahre begann der Aufbau unter der Regie des auch heute noch immer sehr rührigen und bekannten Pritzwalker Rudolf Scholz.

Und auf einmal soll dieses nun nicht mehr geben? Kaum vorstellbar!

Gemeinsam mit der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) sollte und müssen hier meines Erachtens unsere Stadtväter, mit dem Bürgermeister voran – ihrer Stadt und den Bürgern zu liebe – mit Vehemenz etwas dagegen tun. Es lohnt sich!

Und wieder einmal ist es leider das liebe fehlende Geld! Erstaunlich hingegen, daß es da in der großen Politik doch ganz anders läuft. Denn mit stattlichen 25 Millionen (!) sollen die im Bundestag vertretenen Parteien für angebliche Digitalisierungskosten bezuschusst werden. Natürlich mit unseren Steuergeldern, versteht sich. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt! Hierfür ist also schon einmal genügend Geld vorhanden, genauso wie für ständig steigende Diäten unserer Abgeordneten.

Ebenso war ich erstaunt über einen Kurzartikel in der „MAZ“, in dem die Bundesarbeitsagentur eine riesige Überschusserwartung von 5,3 Milliarden (!) Euro für das laufende Jahr verzeichnet. Wegen der guten Lage auf dem Arbeitsmarkt, versteht sich. Hier geht es also schon um sehr beträchtliche Geldsummen. Für unseren Streichelzoo hingegen wären es lediglich etwa 5 Arbeitskräfte sowie 125.000 Euro an Unkosten pro Jahr. Die bisherigen Spendengelder reichen da bei weitem nicht.

Wie unterschiedlich in unserem Staate doch die Gelder verteilt werden! Sparen ja, aber bitte nicht immer am verkehrten, sozialen Ende! Das Hainholz Pritzwalk braucht auch weiterhin seinen schönen Streichelzoo.

Harry Stüwe, Pritzwalk

 

 

 

 

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