Arbeit und Soziales

Streichelzoo im Hainholz schließt zum Jahresende

Eine Hiobsbotschaft vermeldet heute die „MAZ“. Wie die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) – Regionalverband Prignitz nach ihrer letzten Mitgliederversammlung mitteilte, sieht sich der Verein nicht mehr in der Lage den Streichelzoo im Hainholz zu erhalten. Zum 31.12. diesen Jahres soll Schluss sein. Fehlendes Personal und nicht ausreichende Gelder für den weiteren Betrieb sind die Gründe.

Der Streichelzoo ist seit vielen Jahren eine Attraktion für die Besucher des Hainholzes direkt bei Pritzwalk. Besonders die Kinder sind immer begeistert, wenn sie mit den zumeist zutraulichen Tieren Kontakt aufnehmen können. Ziegen, Kaninchen, Meerschweinchen und die in der gesamten Stadt hörbaren Esel sind wirkliche Stars. Damit soll nun Schluss sein. Die vielfältigen Einrichtungen der SDW im Pritzwalker Stadtwald, wie das Waldlehrzentrum, die Aufzuchtstation für Rebhühner und Fasane u.a., wurden seit Jahren vornehmlich mit Hilfe von Mitarbeiterinnen aus Arbeitsförderungsmaßnahmen betrieben. Waren früher einmal bis zu 100 Arbeitssuchende im Hainholz beschäftigt, sind es jetzt gerade noch 11. Auch diese Stellen werden zumeist bis zum Jahresende auslaufen. Neue MAE-Stellen werden kaum noch bewilligt, weil die Arbeitslosenzahlen deutschlandweit zurück gegangen sind. Deshalb steht für entsprechende Eingliederungsmaßnahmen immer weniger Geld zur Verfügung. Es ist andererseits illusorisch derartige der Allgemeinheit dienende Einrichtungen, wie den Streichelzoo, ohne diese Stellen zu betreiben.

Auch die zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel des Vereins reichen nicht mehr aus. Die Versorgung der Tiere verschlingt erhebliche Summen. Spendenaktionen in den letzten Jahren brachten keine gravierenden Verbesserungen der Lage. Mit Sicherheit müssen sich die Stadtverordneten schleunigst über einen möglichen Zuschuss beraten. Das Personalproblem bleibt allerdings. Wer soll sich um die Vierbeiner sieben Tage die Woche kümmern?

Die Schließung des Streichelzoos wäre ein schlimmer Schlag gegen die Attraktivität des Hainholzes als Erholungsraum und touristischer Anziehungspunkt. Die ausbleibenden Arbeitsfördermaßnahmen könnten durchaus noch zu weiteren Einschränkungen der Angebote im Stadtwald führen. Spazier- und Reitwege müssen freigehalten und beräumt werden, Ausschilderungen in Stand gehalten und der ewige Müll geistloser Waldbesucher muss entfernt werden. Das alles braucht Personal! Guter Rat ist teuer.

HW

Siehe auch: „DIE LINKE beantragt gesonderten Tagesordnungspunkt zur Zukunft des Streichelzoos“ >>

 

 

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