Landkreis

Kreistag beschließt weiteren Kostenerlass für Jäger

Der Landkreis Prignitz hat ab 01.01.2018 und zunächst befristet bis zum 30.06.2018 die Kosten für die Untersuchung von auf dem Gebiet des Landkreises Prignitz erlegten Wildschweinen aller Altersklassen auf Trichinen übernommen. Diese Kostenübernahme wird um weitere sechs Monate bis zum 31.12.2018 verlängert.
Ziel ist, durch die finanzielle Entlastung einen Anreiz für die Jäger vor Ort zu schaffen, die Jagd auf Wildschweine, insbesondere auf Frischlinge, zu intensivieren. Die Aufwendungen, die den Jägern bei der Jagd auf Schwarzwild entstehen, übersteigen derzeit bei weitem die Erlöse aus der Vermarktung, besonders bei Wildschweinen mit geringem Gewicht. Eine drastische Bestandsreduzierung bei Schwarzwild aller Altersklassen ist jedoch dringend erforderlich, um das Risiko der Infektion mit dem Virus der Afrikanischen Schweinepest zu mindern.
Von der Möglichkeit der Gebührenbefreiung für eine öffentliche Leistung gemäß § 20 Nr. 2 Gebührengesetz des Landes Brandenburg wird Gebrauch gemacht, da am Erlegen möglichst vieler Wildschweine ein besonderes öffentliches Interesse besteht. Es ist damit zu rechnen, dass die Kosten der Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest für den Landkreis Prignitz bei dem derzeit hohen Schwarzwildbestand erheblich höher sein werden als der Verlust, der durch die fehlenden Einnahmen für die Trichinenuntersuchung entsteht. Die Durchführung aller möglichen Maßnahmen zur Minderung des Infektionsrisikos und zur Schaffung der Voraussetzungen für eine möglichst schnelle Bekämpfung liegt im öffentlichen Interesse, insbesondere der gesamten Landwirtschaft, der Schlacht- und Verarbeitungsbetriebe, des Handels und der Jägerschaft des Landkreises Prignitz.
In den letzten Jahren wurden durchschnittlich 3 000 Wildschweine untersucht. Bei einer Gebühr von 7,30 € wurden rund 22 000 € pro Jahr eingenommen. Geht man davon aus, dass die Schwarzwildstrecke um ein Drittel erhöht werden kann, wäre mit Mindererträgen in der Produktgruppe 41.42 Maßnahmen der Gesundheitspflege – Hausschlachtungen in Höhe von rund 30 000 € pro Jahr zu rechnen. Eine Deckung aus dem Gesamthaushalt des Landkreises ist gesichert.

PSZ

 

 

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