Familie

Kunstrasenplatz wurde feierlich übergeben – Sportbedingungen verbessern sich dadurch gravierend

Vereinschef Karsten Rohde (li.) berichtete schwungvoll über die Höhen und Tiefen des Vorhabens.

Bürgermeister Thiel überbrachte seine Glückwünsche und gleich noch etwas mehr Geld für das Stadion. Rechts Hockey-Chef Jürgen Gutsche.

Der älteste Anwesende, aus der Hockeyfamilie Hackert stammend, griff natürlich zum Schläger für den symbolischen ersten Schuss.

Gute Schusshaltung auch bei Ronald Thiel.

Und dann nahmen die jungen Vereinsmitgleider den Platz in Besitz.

Die zahlreichen Besucher stärkten sich mit einem kleinen Snack.

Auch der SVV-Vorsitzende Garlin (2.v.re.) ließ sich den Termin nicht entgehen.

Das Training beginnt.

Drei der aktivsten Nachwuchstrainer des FHV sind sichtlich stolz.

Auch die jungen Hockyspieler posierten gern mit ihren Trainern für das Mannschaftsfoto.

Nun ist es vollbracht! Der große Kunstrasenplatz auf dem Trainingsgelände des Pritzwalker FHV wurde offiziell übergeben. Der Verein hatte dazu eine ganze Reihe von Gästen eingeladen, die zum größten Teil direkt oder indirekt an der Entstehung dieses Platzes beteiligt waren. FHV-Vorsitzender Karsten Rohde begrüßte alle und gab in einer launigen und gelungenen Rede einen Überblick über die Entstehungsgeschichte des Projektes. Es stellt eine große Verbesserung der Trainings- und Wettkampfbedingungen für Hockey-Spieler und Fußballer aller Altersklassen dar. Gerade für die Abteilung Hockey erfüllt sich nun ein lang gehegter Traum, konnten die heimischen Teams seit Jahren nur noch auswärts antreten, da der Kunstrasenbelag in dieser Sportart Standard ist. Man kann nun eine weitere positive Entwicklung, speziell der Nachwuchsarbeit, in dieser für unsere Stadt traditionsreichen Sportart erwarten. Aber auch die Fußballer werden großen Nutzen daraus ziehen.

Leider konnte der auch in dieser Sache sehr verdienstvolle Ehrenpräsident des FHV Erhard Jeschke aus gesundheitlichen Gründen nicht dabei sein. Karsten Rohde berichtete, dass es schon vor 20 Jahren erste Anläufe gab, um auch für Pritzwalk solch einen Platz zu bekommen. Mehrere Versuche scheiterten, oft an anderen Prioritäten der Sportförderung oder fehlenden Voraussetzungen bei der Beantragung. Vor etwa drei Jahren folgte dann ein neuer Versuch. Diesmal arbeiteten viele schlaue Köpfe gemeinsam an dem Vorhaben. Man schaffte es auf Platz 1 der Prioritätenliste für Sportförderprojekte beim Kreissportbund, nahm die nicht ganz einfachen Hürden der Beantragung bei Landes- und EU-Behörden und erhielt schließlich das Okay der Fördermittelstelle. Damit waren aber noch längst nicht alle Probleme überstanden. 75% der über 400.000 Euro Gesamtkosten kamen aus dem Fördergeld, die restlichen 25% mußte der Verein selbst stemmen.

Einen Kredit kann ein Verein ohne Sicherheiten kaum bekommen. In vielen Gesprächsrunden verhandelte die Vereinsführung mit der Stadt Pritzwalk und der Volks- und Raiffeisenbank. Beide waren letztendlich bereit, für jeweils ein Drittel der Restsumme zu bürgen. Das letzte Drittel wurde über die persönlichen Bürgschaften von Vereinsmitgliedern beschafft. Rohde bedankte sich gerade auch bei diesen Unterstützern, genau wie bei einer ganzen Reihe von Unternehmen, die den Verein fianziell unterstützen.

Der Running Gag in Karsten Rohdes kleiner Rede war die mehrfache Bezugnahme auf den Bau des Berliner Flughafens. Während das Pritzwalker Projekt in kleinen, aber stetigen Schritten vorwärts kam, herrschte auf der Schönefelder Baustelle Stillstand. Das Publikum schmunzelte wiederholt.

Im letzten Jahr waren alle Probleme in puncto Kunstrasenplatz gelöst. Der Bau konnte beginnen. Im Spätsommer 2017 wurden der Unterboden vorbereitet und entsprechende Tragschichten aufgebracht. Dann konnte der Lieferant Polytan den Kunstrasen nicht fristgerecht liefern. So wurde man nicht wie eigentlich geplant im Herbst des gleichen Jahres fertig. Winterwetter ließ die Baustelle in Tiefschlaf verfallen. Im Frühling 2018 setzte Polytan dann zum Endspurt an. Jetzt haben wir den Kunstrasenplatz für Pritzwalk! Und der BER ist übrigens immer noch nicht viel weiter.

Bürgermeister Thiel war mit einigen seiner leitenden Mitarbeiter gekommen und brachte gleich einen symbolischen Scheck mit. Aus der laufenden Vereinsförderung erhält der FHV 2018 nochmals über 24.000 Euro für weitere Verbesserungen der Einrichtungen im Stadion. Frau Fuchs aus der Stadtverwaltung hatte den Verein im Zuge der Beantragung sehr unterstützt. Sie empfing dafür den Dank des FHV-Chefs und den Beifall der Anwesenden.

Karsten Rohde meinte, dass die Übergabe eines Bauprojektes normalerweise mit drei Hammerschlägen erfolgte. Bei einem Sportplatz böte sich allerdings etwas anderes an: Mit drei Schüssen mit Fuß- und Hockeybällen wurde der Platz endgültig freigegeben. Dr. Ronald Thiel, ein Vertreter der Volksbank und das älteste anwesende Vereinsmitglied, mit 60 Jahren Mitgliedschaft, traten an. Alle Schüsse trafen ins Schwarze! Ein gutes Zeichen.

Dann konnten endlich die Nutznießer dieses Platzes loslegen. Nachwuchs-Hockey-Spieler, wie auch Fußballer absolvierten erste Trainingseinheiten auf dem Geläuf. Am Wochenende folgen die ersten Wettkampf-Spiele.

Mit sichtlichem Stolz waren viele Trainer und Betreuer des FHV dabei, die einen Großteil der Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen leisten. Klein und Groß hatte bei herrlichstem Sonnenschein allerbeste Laune. Es ist geschafft!

Hartmut Winkelmann

 

 

 

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