Jugend

Anspruch und Wirklichkeit – 1:6-Pleite des FHV im heimischen Stadion

Eigentlich hätte man schon zu Beginn schwarzsehen können, denn beide Teams liefen in unterschiedlicher schwarz-weißer Spielkleidung auf. Was dann folgte, war zumindest für Pritzwalk wieder mal eine derbe Enttäuschung. Der FHV hatte sich eine Menge vorgenommen. Gegen den SV Zehdenick sollte mit drei Punkten endlich der Klassenerhalt gesichert werden. In den ersten zehn Minuten spürten die treuen Zuschauer auch diesen guten Vorsatz. Schon nach kurzer Zeit hatte Silvio Münch das 1:0 vor den Füßen, scheiterte aber im Abschluss.

Nach knapp zehn Minuten zeigten die Zehdenicker ihr schnelles und passgenaues Spiel in Perfektion. Fast mit dem ersten Schuss auf das heute wieder von Marcus Boldt gehütete FHV-Gehäuse erzielten sie auch den ersten Treffer. Und damit war das Spiel des FHV aus den Fugen. Man stand immer wieder zu weit vom Ball entfernt, verlor die Mehrzahl der Zweikämpfe, rannte den Gegenspielern oft hoffnungslos hinterher. Die auf vielen Positionen umgestellte Pritzwalker Formation harmonierte sichtlich nicht. Manch ein Akteur war mit seinen direkten Kontrahenten glatt überfordert. In der zentralen Abwehr herrschte so manches mal das Prinzip „Nimm du ihn! Ich hab ihn sicher.“. Diese Einladungen nahmen die agilen Zehdenicker gerne an.

Nach 15 Minuten konnte der mitgereiste lautstarke Anhang des SV Zehdenick erneut jubeln. Es stand 2:0. Trotzdem Jan Eßmann zwischenzeitlich den Anschlusstreffer erzielte, zogen die Gäste bis zur Pause schon mit 4:1 davon. Pritzwalk kam nicht dagegen an. Es lag mit Sicherheit nicht nur daran: Aber warum wurde einer unser besten Spieler, Tony Schulz, wieder auf den linken Flügel gestellt? Er ist ein Mann der Spielfeldmitte! Von dort aus kann er die Bälle viel besser verteilen und für sich und andere wichtige Räume öffnen.

Nach der Pause kam Marcus Niemann als zentraler Abwehrspieler gar nicht mehr auf den Platz. Mit Martin Zerbian ersetzte ihn ein kampfstarker Mann, der vielleicht schon – wenn auch auf anderer Position – in die Startelf gehört hätte. Am Spiel der Pritzwalk änderte sich wenig zum Besseren. Wenigstens erspielte man sich im zweiten Durchgang einige Chancen. Zu Toren führten sie nicht. Dafür gab es noch zwei Dinger in den eigenen Kasten. 1:6. Ernüchternd, auch wenn man anerkennen muss, dass die Gäste einen sehr guten Auftritt hinlegten.

Da die Mitkonkurrenten im Abstiegskampf bis auf Michendorf alle punkteten, steht der FHV nun als Tabellenzwölfter schon fast mit dem Rücken zur Wand. Nur noch zwei Punkte trennen die Mannschaft vom 14. Platz, der evtl. auch noch zum Abstieg führen könnte. Es stehen fast nur noch Partien gegen starke Mannschaften an. Da wird es schwer weitere Punkte zu holen.

Schon am Mittwochabend, kurz vor Himmelfahrt, tritt Pritzwalk beim Regionalrivalen Wittstock an. Anpfiff ist um 18.30 Uhr. Da Hansa Wittstock am Wochenende ebenfalls eine böse 1:6-Klatsche in Angermünde eingefahren hat, werden unsere Gegner entsprechend sauer und entschlossen sein. Hoffen wir auf ein erfolgreiches Spiel für den FHV. Eine Überheblichkeit nach dem Motto „Das machen wir schon!“ sollte diesmal tunlichst unterlassen werden!

Ergebnisse und Tabelle hier >>

HW

 

 

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