Erhalt der alten Baumschule

Neue Grundlagen für den Umgang mit der ehemaligen Baumschule

Gegen die Umwandlung des Geländes in eine Plantage hatten sich viele Bürgerinnen und Bürger engagiert.

Das Thema ist von großem öffentlichen Interesse, Deshalb waren auch diesmal eine Reihe von Vertretern der BI Pro Hainholz und Anwohner der alten Baumschule im Hainholz bei der SVV als Gäste dabei. Im nichtöffentlichen Teil der Sitzung stand ein Beschluss zu dieser brisanten Angelegenheit auf der Tagesordnung, die in den letzten anderthalb Jahren zu viel Streit innerhalb der Stadt geführt hatte. Wie damals bekannt wurde, stimmte die SVV nach großen Auseinandersetzungen mehrheitlich einem Verkauf des gesamten Geländes an den Pritzwalker Heidelbeer-Plantagen-Betreiber zu. Auf dem Baumschulgelände sollten weitere Plantagen-Kulturen angelegt werden. Dafür hatte sich die damalige Stadtführung eine Bescheinigung der Unteren Forstbehörde besorgt, die den Waldcharakter für das betroffene Gelände verneinte.

Wäre die Fläche als Wald einzustufen, würde eine Rodung und Anlage einer Plantage inkl. Düngung etc. nicht zulässig. Kurz nach diesem Bescheid, der schon damals von vielen angezweifelt wurde, korrigierte die Obere Forstbehörde die Einschätzung ihrer nachgeordneten Stelle. Ein Großteil der betreffenden Flächen sei sehr wohl als Wald anzusehen. Für den eingezäunten eigentlichen Nutzbereich der ehemaligen Baumschule wurde keine so eindeutige Einschätzung von der zuständigen Behörde abgegeben. Das will das neue Stadtoberhaupt Dr. Ronald Thiel jetzt ändern, wie er im öffentlichen Teil der SVV erklärte. Es solle abschließend geklärt werden, wie diese Fläche nun einzuschätzen sei. Erst danach könne man über Nutzungsvarianten beraten. Das erscheint logisch.

Was die Stadtverordneten nun genau im nichtöffentlichen Teil ihrer Sitzung beschlossen haben bleibt auch nichtöffentlich. Linken-Fraktionschef Winkelmann äußerte sich auf vielfältige Nachfrage danach wie folgt: „Der neue Umgang miteinander zwischen Verwaltungsspitze und Abgeordneten hat völlig neue Handlungsmöglichkeiten eröffnet. Ich bin mit den Ergebnissen sehr zufrieden!“ Das ist zwar eine verklausulierte Antwort, die der Geheimhaltungspflicht zur Sache gerecht wird, gibt dem aufmerksamen Beobachter der Vorgänge aber ein deutliches Zeichen.

Sowohl Vertreter von Pro Hainholz als auch der Bürgermeister äußerten ihren Wunsch nun gemeinsam mit allen dort tätigen Akteuren über die zukünftige Nutzung des Hainholzes zu reden. Externes Fachwissen der Fachhochschule Eberwalde soll dabei helfen. „Der Hainholz ist mehr als nur die Baumschule.“ meinte Ronald Thiel.

PSZ

 

 

 

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