Demokratie

Frischer Wind vor und hinter den Türen

Am Mittwochabend wehte ein frischer Wind nicht nur vor den Türen des Pritzwalker Kulturhauses. Auch innerhalb der Tagungsstätte des Stadtparlamentes tat sich erfreulich Neues. Das begann schon mit dem veränderten Sitzungsort. Die Versammlung wechselte vom Kleinen Saal in den Großen. Damit wurde eine neue Sitzordnung möglich, in einem Bogen, wie man ihn aus größeren Parlamenten kennt. Die Übersichtlichkeit war besser. Nicht alles an der neuen Ordnung war optimal, aber da kann durchaus in der Zukunft noch nachjustiert werden. Wichtig ist auch: Es können nun noch mehr Bürgerinnen und Bürger von ihrem Recht zur Teilnahme an den Sitzungen Gebrauch machen. Und das taten auch diesmal viele.

Pritzwalks neuer Bürgermeister Dr. Ronald Thiel wollte gleich zu Beginn seiner Amtszeit ein deutliches Zeichen für eine veränderte Arbeitsweise und einen anderen Umgang zwischen Verwaltung und Abgeordneten setzen. Das ist gelungen. Die erste SVV-Sitzung mit dem neuen Verwaltungschef lief sehr viel sachlicher und zielorientierter ab, als unter seinem Vorgänger. Das färbte auch auf die meisten Stadtverordneten ab. Man will einen Neuanfang wagen.

Auf Fragen der Einwohner, die jeweils zu Beginn und am Ende der Beratungen möglich sind, antwortete Dr. Thiel im Rahmen seiner Möglichkeiten offen und vernünftig. Auch das war etwas ganz Neues in diesem Hause! Seinen Tätigkeitsbericht verband er mit der Bitte um einen neuen Stil in der Kommunalpolitik, bei dem persönliche Animositäten nicht die Sachentscheidungen überlagern sollten. Dafür erhielt er viel ehrlich gemeinten Beifall von den Stadtverordneten.

Ein klein wenig Nervosität war dem Chef der Verwaltung bei der Ausübung seines neuen Amtes anzumerken. Das hinderte ihn aber nicht bei der Tätigkeit. Die große Mehrheit der Anwesenden war angetan von diesem frischen Lüftchen, welches durch das Stadtparlament wehte. Sicher müssen viele der geäußerten Vorsätze und Wünsche noch mit Leben und Taten gefüllt werden, aber der Mittwochabend war ein Anfang – ein guter für die Stadt und ihre Bürgerinnen und Bürger.

Hartmut Winkelmann

 

 

 

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