Innenstadtbelebung

Museumsfabrik setzt gleich Maßstäbe beim Publikumszuspruch

Der Künstler (2.v.li.) hört die lobenden Worte über ihn.

Neues Haus startete mit einer Ausstellung des Malers Johannes Heisig …   

Es war mehr eine symbolische Museumseröffnung am Sonntag – die eigentlichen Ausstellungsstücke der Museumsfabrik mit dem Themenschwerpunkt Geschichte der Industrialisierung sind noch gar nicht aufgestellt. Das ist aber keine Überraschung, hatte Museumsleiter Lars Schladitz schon bei der Konzeptvorstellung gesagt, dass es sich um ein „Museum im Entstehen“ handele. Schritt für Schritt werden die künftigen Dauerausstellungen in den neuen Räumen erstellt. Allein die Aufstellung der großen alten Maschinen ist ja eine wahre Herausforderung. Probleme gibt es auch noch mit der Verbindungsbrücke zwischen altem Museumshaus und den neuen Ausstellungsräumen in der ehemaligen Tuchfabrik.

Trotzdem nutzte man den Fortschritt der Ausgestaltung des neuen Hauses für einen ersten Schritt in Richtung lebendes Museum. Mit den Bildern des Malers Johannes Heisig unter dem Motto „Klimawechsel“ wurde eine gelungene Ausstellungseröffnung in den noch fast jungfräulich brach liegenden Räumen organisiert. Und das ließen sich sehr viele Interessierte nicht entgehen. Künstler, Mitwirkende beim Aufbau der letzten Monate, kommunale Prominenz aus der Umgebung und viele weitere Neugierige waren gekommen.

Die zum Teil recht großformatigen Bilder wirken grandios in den hellen, offenen Räumen des neuen Museums. Ein Teil der Ausstellung fand Platz im bisherigen Gebäude auf dem alten Brauereigebäude. Hier wird auch zukünftig der Verein der Kunstfreunde seine Aktivitäten präsentieren.

Am Eröffnungstag begrüßten mehrere Redner die Gäste. Bürgermeister Ronald Thiel und der Vorsitzende der Gesellschaft für Heimatgeschichte Wolfgang Simon gaben einen kleinen Überblick zur Entstehung dieses neuen Pritzwalker Aushängeschildes. Sie vergaßen nicht all denen zu danken, die mit Geldspenden, sachlichen Leistungen oder einfach mit persönlichem Engagement zum Erfolg beitrugen. Insgesamt stecken 9,5 Mio. Euro im Projekt alte Tuchfabrik. 3,5 Mio davon stammen von der Familie Quandt, deren Vorfahren einst Besitzer des Objektes waren.

Johannes Heisig, wohnhaft in Teetz bei Kyritz, kam selbst nicht zu Wort. Das brauchte er aber auch nicht, denn er hatte ja die vielen Bilder, die ausdrückten worum es ihm ging. Bernd Streiter übernahm es als Künstlerkollege etwas zum Maler zu sagen. Kunstfreunde-Vorsitzender Horst Kontak gab einen Ausblick auf das schon jetzt randvolle Jahresprogramm des Vereins.

Den „Klimawechsel“ von Johannes Heisig kann man bis zum 1. April diesen Jahres betrachten. Ein Besuch der lohnt.

Hartmut Winkelmann

 

 

 

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