Familie

Das Pritzwalk von morgen

Planungen für die Zukunft fixieren Schwerpunkte

Das sich nichts tut in unserer Stadt, dass kann man nicht sagen. Alle möglichen Entwicklungen aber zielgerichtet vorauszuplanen ist ein mühseliges Geschäft. Dem stellten sich nun die Stadtverordneten. Von Seiten der Verwaltung, speziell des Geschäftsbereiches 3, geleitet durch den zukünftigen Bürgermeister Ronald Thiel, wurden dazu in jahrelanger Arbeit zwei grundlegende Dokumente erarbeitet.

Zum einen ist das die Fortschreibung des  „Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (INSEK)“. Darin werden die allgemeinen Entwicklungsschwerpunkte für unsere Stadt für die nächsten fünf bis zehn Jahre skizziert. Die Inhalte können aber nicht die Wunschträume in den Himmel schießen lassen. Sie müssen sich an den Realitäten, den zu erwartenden Entwicklungen und den voraussichtlichen Fördermöglichkeiten orientieren. Aus diesen allgemeinen Zielen werden später in Fachkonzepten konkretisiert.

Was nun genau die wichtigsten Aufgaben sind, dazu hat jeder sicherlich differenzierte Auffassungen. Der Entwurf des neuen INSEK enthält aber sehr gelungene Ansätze.

Wohin soll die Reise also gehen? Wir können hier natürlich nur Einzelbeispiele nennen.

Das INSEK steckt den Rahmen bis zum Jahr 2030 ab. Die gegenwärtige Situation wird analysiert und daraus abgeleitet mögliche Entwicklungsschwerpunkte formuliert. Wichtige Handlungsfelder sind dabei die Entwicklung einer nachhaltigen Wohnraumstruktur, die Qualifizierung des Wirtschafts- und Versorgungsstandortes, die Infrastruktur, freizeit- und tourismusbezogene Möglichkeiten, Mobilität und Lebensqualität sowie das Stadtmarketing.

Alle Handlungsfelder bezeichnen mögliche und erstrebenswerte Entwicklungen für unsere Stadt. Sie werden natürlich nicht allesamt in kürzester Zeit realisierbar sein. Im Laufe der Jahre, auch abhängig von eigenen und fremden Finanzierungsmöglichkeiten, müssen dem nun konkrete Maßnahmen und Projekte folgen. Dafür sind jetzt die Grundlagen gelegt worden.

Wer den Entwurf des INSEK einsehen möchte, der kann Stadtverordnete seines Vertrauens gern darauf ansprechen.

 

Verkehrsentwicklung nun mit klaren Zielen

Konkreter und anschaulicher wird es im zweiten Grundsatzdokument für unsere städtische Zukunftsplanung – dem „Leitfaden für die Verkehrsentwicklung in der Stadt Pritzwalk und ihren Ortsteilen“. Nach umfangreicher planerischer Vorarbeit stellten die Verwaltung und das von ihr beauftragte Planungsbüro Richter-Richard  die Ergebnisse vor. Alles kann man im Rahmen eines einzigen Artikels mit Sicherheit nicht darstellen. Wir werden auch in den kommenden Jahren immer wieder darauf zurück kommen.

Im Kern kann man sagen: Ziel ist es, die Stadt lebenswerter zu machen, die Versorgung und Erreichbarkeit zu sichern, aber den Durchgangsverkehr weitgehend aus der Innenstadt zu verdrängen. Dazu sollen im Laufe der kommenden Jahre und Jahrzehnte Schritt für Schritt Maßnahmen umgesetzt werden.

Einerseits soll das Durchfahren des inneren Stadtbereichs für auswärtige LKW etc. möglichst unattraktiv werden. Deshalb sollen Geschwindigkeitsbegrenzungen eingeführt werden. Das wiederum geht nur in Abstimmung mit überörtlichen Behörden und bedarf eines langen Atems. Durch eine engere Straßenführung, den Einbau von bepflanzten Mittelstreifen, z.B. am Bürgerplatz, wird es künftig uninteressanter und schwerer einfach durch die Stadt zu brettern.

Außer dem Lieferverkehr für die Innenstadtgeschäfte soll der Schwerlastverkehr möglichst auf die Umgehungsstraßen umgelenkt werden. Dort wo diese unvollständig ist, etwa bei der Verbindung aus Richtung Wittstock nach Meyenburg, will die Stadt mittelfristig eine Umfahrungsvariante schaffen (siehe Pfeile auf dem Plan). Bislang rollt dieser Richtungsverkehr komplett durch die Bergstraße, Grünstraße und über den Kietz. Für die neue Strecke ist ein Kreisverkehr an der Kreuzung Wittstocker Chaussee und Freyensteiner Chaussee angedacht. Über letztere soll der genannte Verkehr dann bis auf Höhe des heutigen Arbeitsamtes rollen, dann links abbiegen und über eine neu zu errichtende Straße am alten Wasserwerk vorbei bis zur Straße an den Angelteichen und dem Stadion und weiter bis zur Meyenburger Chaussee geführt werden. Das würde eine massive Verkehrsentlastung für den Innenstadtbereich bringen.

Der Landwirtschaftsverkehr soll in Zukunft über ein System von gesonderten Wegen rings um die Stadt, ähnlich den alten „LPG-Straßen“, herum geführt werden. Der Leitfaden enthält auch dazu schon konkrete Ideen.

In der Stadt werden sich durch Umwidmungen von Straßen und der neuen Verkehrsführung einige Veränderungen bei Vorfahrtsregeln etc. ergeben. Aber keine Panik: Alles erfolgt in kleineren Schritten über Jahre verteilt. Die Diskussion darüber hat nun eine sehr gute Grundlage. In den von der Verwaltung vorgelegten Dokumenten erkennt man eine zusammenhängende und nachvollziehbare Idee. Endlich tut sich was, auch wenn wir alle Geduld bei der Umsetzung haben müssen.

Hartmut Winkelmann

 

 

 

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